Sechs Schatten, sechs Schicksale

In der Berufsschule wurde die Wanderausstellung eröffnet von: Schulleiter Peter Fleischmann (von links), stellvertretender Dienststellenleiter PI Auerbach Manfred Plößner, Siegrid Groß, Schulverwaltung, Susanne Kocbeck, stellvertretende Schulleiterin, Reiner Striegl, Dienststellenleiter PI, Bürgermeister Edgar Knobloch, Dr. Lehner vom BRK, Herbert Behlert, Vorsitzender ADAC Nordbayern, stellvertretenden Landrat Albert Nickl, und Tassilo Heimberg, Vorstand St. Michaels-Werk. Bild: hfz
Lokales
Grafenwöhr
10.10.2015
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Das Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, ist bei jungen Fahrern fast doppelt so hoch als bei anderen Verkehrsteil-nehmern. 2014 kamen in Bayern 69 junge Fahrer bei Verkehrsunfällen ums Leben. Aus diesem Grund wurde nun die Wanderausstellung "Schatten - Ich wollte doch leben!" in der Berufschule in Grafenwöhr eröffnet.

Herbert Behlert, Vorsitzender des ADAC Nordbayern e.V., eröffnete gemeinsam mit Dienststellenleiter der PI Eschenbach Reiner Striegl, Schulleiter Peter Fleischmann, Vorstand des St. Michaels-Werk Tassilo Heimberg, Bürgermeister Edgar Knobloch sowie mit den Schülern und weiteren Gästen die Wanderausstellung.

Gedenkkreuze an den Straßen sind ein trauriges Zeugnis dafür und er-innern an diejenigen, die aus ihrem oft jungen Leben gerissen wurden. Jedes einzelne Kreuz steht für ein schreckliches Schicksal. Mit "Schatten - Ich wollte doch leben!" hat der ADAC eine Ausstellung initiiert, um vor allem junge Menschen wachzurütteln. "Wir wollen damit bewusst Grenzen überschreiten und so junge Leute für einen sicheren und verantwortungsvollen Umgang mit individueller Mobilität gewinnen", betont Herbert Behlert, Vorsitzender des ADAC Nordbayern. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen sechs lebensgroße, geschwärzte Figuren.

Jede Silhouette steht für einen jungen Menschen, der bei einem Verkehrsunfall ums Leben kam. Betroffen macht dabei die Tatsache, dass es sich hierbei nicht um fiktive Fälle handelt, sondern sich jeder Unfall real ereignet hat. Die Texte, die sich auf den Schatten-Figuren befinden, erzählen die Schicksale der Toten. Neben Schilderungen zum Unfallhergang sind auch persönliche Angaben vermerkt. Die Figuren sind aufgestellt, um betroffen zu machen, wachzurütteln, zum Nachdenken anzuregen und Anlass für Gespräche zu geben.
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