Sehr realistisch

Lokales
Grafenwöhr
20.11.2014
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Zwei Jahre nachdem die letzten US-Panzerbrigaden Europa verlassen haben, kehrt das schwere Gerät insbesondere nach Grafenwöhr zurück. Darunter auch der Kampfpanzer M1A2 Abrams.

In einem Rotationsprinzip werden Soldaten aus Amerika für drei bis vier Monate ohne ihre Familien nach Europa verlegt, um gemeinsam mit Nato-Partnern und verbündeten Armeen zu trainieren. "Atlantische Entschlossenheit" (Combined Rosolve III) heißt das Live-Fire-Training, das derzeit in Grafenwöhr läuft.

Exzellente Anlagen

Bei einem Pressetermin erläuterte der kommandierende General des Gemeinsamen Multinationalen Ausbildungskommandos (JMTC), Brigadegeneral Christopher G. Cavoli, das neue Ausbildungskonzept der US-Armee in Europa und stellte die Qualität der Schießbahnen und Übungseinrichtungen in Grafenwöhr heraus. Grafenwöhr ist in dem neuen Konzept auch Plattform für weitere Manöver in Polen und im Baltikum. Auch die Luftwaffe verschiedenster Nationen, die seit Wochen regelmäßig in Grafenwöhr übt, ist Teil dieses Ausbildungsplans.

Soldaten der 1. US-Kavalleriedivision aus Fort Hood in Texas bilden das aktuelle Kontingent. Sie üben unter anderem gemeinsam mit Bundeswehrsoldaten des Panzerbataillons 104 aus Pfreimd. Abrams und deutsche Leopard-Panzer nutzen die Schießbahnen. Gesichert sind durch das Üben in Grafenwöhr auch die Auslastung des Platzes und die zivilen Arbeitsplätze. Brigadegeneral Cavoli bewertete die Schießbahnen auf dem bayerischen Übungsplatz als sehr gut: "Es sind die besten der US-Armee in Europa, möglicherweise besser als in den USA."

Alle üben gemeinsam

Auf der Range 118, vier Kilometer südwestlich von Grafenwöhr, wurden im Kontrollturm Ausstattung und Technik erläutert. Die "Multipurpose Range" kann von Panzern, Fahrzeugen, abgesessenen Soldaten in einem Waldkampfbereich und Luftfahrzeugen gemeinsam genutzt werden. Per Computer werden Querfahrtziele, Fahrzeugscheiben und Mann-Ziele gesteuert. Auf den Monitoren sind die Trefferergebnisse zu sehen. Kameras geben den Leitenden und dem Sicherheitspersonal einen exakten Überblick. In zwei Häuserkampf-Anlagen kann das Gefecht in bebautem Umfeld geübt werden.

Auf der unmittelbar angrenzenden Schießbahn 117, direkt am Camp Kasserine, dem Volksfestplatz, wurde den Journalisten die Schießausbildung der Kavalleristen aus Fort Hood gezeigt. Bei der abschließenden Übung in Zug-Stärke mit vier Panzern wurde mit der Hauptwaffe, der 120-mm-Kanone, dem Maschinengewehr Kaliber 50 und dem MG 7,62 mm aus dem Stand und aus der Bewegung geschossen.
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