Senioren erkunden Lager

Station an der 2005 vor dem Verfall gesicherten Kirchenruine Hopfenohe machten die Grafenwöhrer Senioren bei ihrer Übungsplatzrundfahrt. 1934 wurde das Gotteshaus an der europäischen Wasserscheide erweitert, die Ursprünge des Kirchturms reichen ins 13. Jahrhundert zurück. Bild: mor
Lokales
Grafenwöhr
13.05.2015
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Was die Senioren schon von Bildern beim Osterkaffee kannten, konnten sie nun live erleben. Der erste Ausflug des Jahres führte sie mit dem Katholischen Frauenbund in den Übungsplatz Grafenwöhr.

Die Fahrt durch das Lager war für viele auch ein Blick auf die ehemaligen Arbeitsstellen. Die Gruppe besichtigte unter der Leitung von Gerald Morgenstern aber auch den Netzaberg mit seinen Wohnsiedlungen, das Village-Center und den Kirchenneubau.

Die Ausstattung und Arbeit auf den Schießbahnen wurde bei einer Demonstration auf der Range 117 erläutert. Viel unberührte Natur bekamen die Grafenwöhrer bei der Strecke über das Röthelweihergebiet, die Wolfsschützenkapelle, das Erzhäusel und den Schwarzenberg zu sehen. Vorbei am Südlager Vilseck wurde Station an der Kirchenruine Hopfenohe eingelegt. Besonders begeisterten die Frauen und Männer die Natur und die aufblühenden Obstbäume in den alten Dorfstellen. Zum Abendessen kehrte die Gruppe im Gasthaus Post in Kürmreuth ein. Möglich war für die Senioren auch ein Blick an den Altenweiher-Ursprung. Die artesische Quelle im Weiher fördert glasklares Wasser aus dem Quarzsand. Schwäne fühlen sich dort wohl.

Auf der Rückfahrt erlebten sie auch noch hautnah die Übungsanflüge der über der Impact und dem Areal kreisenden Jets. Morgenstern ging auf die wirtschaftliche Bedeutung des Platzes sowie auf Leben und die Einsätze der Soldaten an den Standorten Vilseck und Grafenwöhr ein.

An das Schicksal von 74 bei den Einsätzen ums Leben gekommene US-Soldaten wird im Ehrenhain in Vilseck erinnert. Organisatorin Hildegard Haupt bedankte sich abschließend für die umfangreiche Führung und die Erläuterungen. Ein Dank ging auch an Stammfahrer Siggi Marner, der den Bus sicher über die Panzerstraßen und Waldwege chauffierte.
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