So klingt Korea

Das "Dabyeot Youth Wind Orchestra" aus Südkorea und die wunderschöne Kulisse der neu renovierten Naturbühne am Schönberg lockte trotz der subtropischen Temperaturen viele Besucher auf den Berg. Bild: myd
Lokales
Grafenwöhr
21.07.2015
60
0

Bürgermeister Edgar Knobloch war neugierig und schlug im Wörterbuch nach. Was der dort unter "Dabyeot" fand, deutete er als gutes Omen für die neue Freiluftbühne.

Dort gab das "Dabyeot Youth Wind Orchestra" aus Südkorea den Einstand auf der umgestalteten Schönberg-Bühne. Edgar Knobloch erklärte in seinen einführenden Worten, dass Dabyeot "Der Ort, an dem die Sonne immer scheint" bedeute. Er spielte darauf an, dass in der Vergangenheit ein Großteil der Veranstaltungen auf der Bühne wegen schlechten Wetters verlegt oder abgesagt werden musste.

Der Rathauschef dankte Musiker Benno Englhart, durch dessen Kontakte und Engagement die Künstler in die Oberpfalz kamen. Der Auftritt des koreanischen Orchesters betone den internationalen Charakter der Stadt Grafenwöhr.

Besonders erfreulich war, dass sich bei schwül-heißem Wetter rund 350 Besucher den akustischen Genuss des 80-köpfigen, sehr jungen Orchesters nicht entgehen lassen wollten. Sie durften sich auf ein Konzert von hohem Niveau freuen. Den festlichen Charakter unterstrich die Bewirtung des Teams von "Event mit Herz" mit ausgewählten und schön dekorierten Getränken und kleinen Speisen.

Bilder von Doris Mayer

Hoch konzentriert zeigten sich die jungen Musiker im Alter ab zehn Jahren bereits bei dem Eröffnungsstück "Oregon" von Jacob de Haan. Mit ernster Miene, aber leichter Hand leitete Dirigent Gae Jun Jeon das Ensemble durch schwierige Passagen. Anschließend eroberte Sopranistin Soyung Yu die Herzen des Publikums mit dem leidenschaftlich vorgetragenen "I feel pretty" von Leonard Bernstein und "I got rhythm" von George Gershwin.

Eine Hommage an ihre Heimat ließen die Künstler in dem "Arirang for Bolero Rhythm and Marching Band" erklingen. Ein Arirang ist eine Art Hymne für eine koreanische Stadt, in Grafenwöhr galt es der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. Die anschließende "Korean Sound Collections" ließen gedanklich nach Fernost reisen.

International erklang die Filmmusik zu "Piraten der Karibik", bevor drei sehr junge Solotrompeter nach vorne traten und mit auffallend schönem Ton, Doppelzungentechnik und punktgenauer Präzision das Stück "Buglers Holiday" zum Besten gaben. Die Besucher honorierten auch alle weiteren Beiträge mit langanhaltendem Applaus und am Ende mit Ovationen. Erst nach einer Zugabe durften die Musiker die Bühne verlassen.
Weitere Beiträge zu den Themen: Juli 2015 (8669)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.