Spuren zum Nachdenken

"Unser Müll" - Diese zwei Meter hohe Skulptur ist eines der Objekte der Grafenwöhrer Mittelschüler. Bei einer Kunst-Projektwoche befassten sie sich aus verschiedensten Blickwinkeln mit dem Thema "Spuren". Jetzt sollen ihre Werke im Stadtgebiet aufgestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
09.10.2014
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Spuren sind überall. Damit setzten sich die Schüler der Grafenwöhrer Mittelschule auseinander. Sie fertigten Fußspuren und -abdrücke der besonderen Art.

Was es damit auf sich hat, stellte Lehrerin Katharina Scherl den Stadträten bei der jüngsten Kulturausschusssitzung im Rathaus vor. Gemeinsam mit den Schülern der 7. Klasse hatte Scherl dieses Schulprojekt initiiert.

Unter der Anleitung der Künstler Claudia Schwarz und Christoph Schinner gestalteten die Jugendlichen mit viel Fantasie und Engagement die unterschiedlichsten Objekte - alle allerdings unter der großen Überschrift "Spuren". Von vornherein leistete die Stadt einen wichtigen Beitrag, denn sie sicherte zu, die Materialkosten zu übernehmen.

Insgesamt sind acht Objekte geplant, wobei sechs bereits fertiggestellt sind. "Jetzt geht es noch darum, jeweils den richtigen Platz für die einzelnen Kunstwerke zu finden, denn sie sollen der Öffentlichkeit präsentiert werden", berichtete Scherl.

Das Thema Spuren haben die Schüler sehr kreativ aufgearbeitet. Jedes Objekt für sich kann für jeden Betrachter eine andere Bedeutung haben. Voller Begeisterung nannte die Pädagogin in Stichpunkten, welche Gedanken man entwickeln könnte. Die Schüler erarbeiteten philosophische Ansätze aus der Erkenntnis heraus, dass jeder Mensch, jedes Handeln und auch jedes Nicht-Handeln "Spuren" - positive oder negative - in der Umgebung, in der Gesellschaft, im Universum hinterlässt.

Stichworte wie verantwortungsvoller Umgang des Menschen mit der Natur und Umweltbelastungen fielen ebenso, wie die Begriffe Glück, Liebe, Gefühle, Freiheit, Individualität und Respekt. Im weitesten Sinne entstand daraus das Fazit: "Auch Kunst hinterlässt Spuren".

Jetzt ist die Idee, die Kunstobjekte jeweils mit entsprechenden Erklärungen im Stadtbereich aufzustellen. Die Stadträte waren sich einig, dieses Projekt auch weiterhin zu unterstützen. Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber war ebenfalls begeistert. Sie meint: "Das ist eine gute Werbung für die Grafenwöhrer Mittelschule." Zum Abschluss der Präsentation bedankte sich Bürgermeister Edgar Knobloch bei Katharina Scherl und sagte: "Ich hoffe, dass Ihre kreative Ader der Schule und der Stadt noch lange erhalten bleibt."
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