Stadtrat gibt Einverständnis für geplantes Hundehotel
Hundelärm kein Problem

Lokales
Grafenwöhr
25.09.2015
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Ein Hundehotel im Ortsteil Gmünd? Diese Absicht sorgte im Stadtrat für besorgte Mienen. Befürchtet wird unerträgliches Gebell. Gerade deshalb prüfte das Landratsamt bei einer Bauvoranfrage der Antragsteller Walberer künftige Lärmemissionen, bemerkte Bürgermeister Edgar Knobloch bei der Bekanntgabe des Vorbescheids. Die Bauherren planen einen Wohnhausneubau auf dem 1600 Quadratmeter großen Grundstück im Baugebiet Wolfsacker und die Errichtung von 25 Boxen für die Vierbeiner.

Nach der Vorlage eines Lärmschutzgutachtens erteilte der technische Umweltschutz der Landkreisbehörde mit Auflagen das Einverständnis für die Hundestation, gab der Bürgermeister bekannt. Unbeeindruckt von Dezibel-Grenzen sorgte sich Timo Schön um die Lärmbelastung der Bevölkerung. "Es gibt Widerstand", wusste der SPD-Stadtrat. "Nach dem Fluglärm kommt nun der Hundelärm dazu", warnte Schön. Weniger kritisch sieht Thomas Schopf die Hundehaltung. "Der Abstand zur Wohnbebauung ist groß genug", argumentierte der FW-Fraktionssprecher. Zudem seien die Boxen nicht immer voll belegt, vermutete der Stadtrat. Trotz der mahnenden Worte von Schön war das Gremium mit den künftigen Bauabsichten einverstanden. Gegenstimmen gab es nicht.

Das sogenannte gemeindliche Einvernehmen stellte der Stadtrat zum Bauantrag von Max Kneissl her. Der Unternehmer plant in der Neuen Amberger Straße neue Büro- und Lagerräume sowie die Erweiterung der Kfz-Werkstätte. Im Freistellungs-Verfahren erfolgte die Zustimmung der Stadt zum Bauantrag von Hannelore Lippiotta. Die Fachärztin plant im Baugebiet Birka die Errichtung eines Einfamilienwohnhauses.

"Der Flug- und Schießlärm wird immer größer und die Zahl der deutschen Arbeitnehmer in der US-Garnison Grafenwöhr immer weniger." Diese Entwicklung bereitet SPD-Fraktionssprecher Thomas Weiß Sorgen. Im Namen seiner Fraktion regte er an, mit einem nachhaltigen Appell der Stadt bei der US-Army auf die Probleme hinzuweisen. Auch der Bürgermeister stellte fest: "Der Fluglärm wird stärker." Knobloch zweifelte insbesondere an der Einhaltung der Flugkorridore. Auch deshalb versprach der Bürgermeister, die US-Dienststellen zu konsultieren.
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