"Stille Nacht" in 230 Sprachen und Dialekten

Lokales
Grafenwöhr
17.12.2014
0
0

Amüsant, informativ und unterhaltsam war der adventliche Nachmittag im großen Saal des Jugendheims. Neben leckerem Gebäck wurden die Senioren mit Advents- und Weihnachtsliedern, Geschenken sowie einer Geschichte über das bekanntesten Weihnachtslied überhaupt überrascht.

"Auch wenn es draußen nicht weihnachtlich aussieht, so soll es doch im Herzen weihnachtlich werden", wünschte Johanna Wohlmann von der Führungsriege des Katholischen Frauenbundes den zahlreichen Gästen. Die Organisatoren hätten dafür das passende Programm zu bieten.

"Es ist wichtig, dass es solche Weihnachtsfeiern gibt. Das ganze Jahr ist von Hektik und Stress geprägt. Da macht sich in der Weihnachtszeit die Ur-Sehnsucht nach Ruhe breit", meinte Bürgermeister Edgar Knobloch. Er bedankte sich beim Frauenbund, der alles festlich vorbereitet hatte. Mit dem Seniorenadvent könne der älteren Bevölkerung zurückgegeben werden, was sie alles geleistet habe.

Musikalisch sorgte der Männergesangverein mit gemischtem Chor unter der Leitung von Bernhard Greiner für die passende musikalische Begleitung. Unter anderem waren zu hören: "Maria durch ein Dornwald ging", "Weihnacht, Fest der Freude" und "Christ, der Retter ist da". Der Jugendchor "Sin falta" mit Leiterin Ute Groß sang "Jingle Bells", "Rudolph" und "Lass es schneien"; eine Bitte, die auch sofort erhört wurde.

Monsignore Karl Wohlgut sorgte mit einer lustigen Geschichte über Tante Klara als Nikolaus für Heiterkeit. Außerdem hatte er Wissenswertes über "Stille Nacht", den Klassiker unter den Weihnachtsliedern gesammelt. Demnach traten einst die fünf Reiner-Geschwister aus dem Zillertal zum Singen dieses Liedes nicht nur in Deutschland und Österreich auf, sondern sollten auch beim russischen Zaren in St. Petersburg ein Gastspiel geben. Ob sie jemals wirklich dort waren, sei jedoch ungewiss.

Erfolge feierte das Lied 1834/35 in Dresden, Berlin und Königsberg sowie 1831 in Leipzig. 1839 eroberte das Weihnachtslied auch Amerika. Der internationale Siegeszug war grandios: "Stille Nacht" wurde in 230 Sprachen und Dialekte übersetzt. Später wusste niemand mehr, wer eigentlich der Komponist des Liedes war: Es war Josef Mohr, der 1848 verarmt gestorben ist.
Weitere Beiträge zu den Themen: 12-2014 (6638)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.