SV TuS/DJK Grafenwöhr tritt der Jugendfördergemeinschaft Haidenaabtal bei - Mehr Mannschaften
Vier-Vereins-Dreieck

Lokales
Grafenwöhr
11.06.2015
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(wüw) Die Jugendfördergemeinschaft (JFG) Haidenaabtal bekommt Zuwachs. Neben SC Schwarzenbach, FC Dießfurt und TSV Pressath lässt künftig auch die SV TuS/DJK Grafenwöhr ihre Nachwuchsfußballer für die JFG kicken. Es seien noch Details bei der Trainerfrage sowie den Spiel- und Trainingsorten zu klären, aber grundsätzlich sei die Zusammenarbeit beschlossen, bestätigte der dritte Vorsitzende der JFG, Erhard Walberer.

Wie für diese Kooperationsform im Jugendfußball vorgegeben, treten in der JFG Mannschaften an, die auf dem Großfeld spielen. Für die JFG Haidenaabtal sind dies voraussichtlich drei D- und je zwei C-, B- und A-Jugendmannschaften. Bislang war es in jedem Bereich je ein Team weniger, sagt Walberer. Wie in anderen Vereinen bleiben die E-Jugend- und jüngeren Spieler in der Obhut der SV. Er und seine Vorstandskollegen werden sich nun wöchentlich treffen, um alle Details zu klären. Mit dem Fußballverband laufen Verhandlungen, ob die JFG die Plätze der Grafenwöhrer Teams in höhereren Ligen übernehmen dürfen oder ob die SV TuS/DJK Kicker in die Ligen der JFG "absteigen" müssen. Bis 18. Juli sollen alle Details geklärt sein, dann eröffnen zwei große Schautrainings in Grafenwöhr und Dießfurt mit den Eltern die Saison. "Danach wollen wir grillen, damit alle die Möglichkeit haben, sich kennenzulernen."

Walberer freut sich über das Grafenwöhrer Interesse. "Wir haben angefragt, und die Grafenwöhrer Verantwortlichen waren sofort gesprächsbereit." Der Grafenwöhrer Jugendleiter bestätigt, das Angebot mit Blick auf die Zukunft gerne angenommen zu haben. Zwar könnte die SV die nächste Saison wohl noch alleine bestreiten, allerdings sei der Trend auch in Grafenwöhr eindeutig: "Bis vor zwei Jahren hatten wir zwei B Jugendteams im Spielbetrieb, bis zum Jahr 2014 hatten wir zwei C-Jugendteams. Nun sind es nur noch jeweils ein Team pro Altersklasse", sagt Christian Schmittner.

Wenn mehr Mannschaften spielen, lasse sich besser fürs jeweilige Leistungsniveau trainieren, niemand werde mehr über- oder unterfordert, alle hätten mehr Spaß. "Außerdem ist die JFG ein Verein, in dem sich der Vorstand nur um den Jugendfußball kümmert. In einem so großen Verein wie Grafenwöhr ist der Jugendfußball nur eine Sparte von vielen", sagt Schmittner weiter. Walberer wertet solche Aussagen als Bestätigung für den Erfolg der JFG, die er vor fünf Jahren mit auf den Weg gebracht hat. Nach wie vor ist er überzeugt, dass diese Zusammenarbeit der richtige Weg ist, um mit sinkenden Kinderzahlen umzugehen.

Nach fünf Jahren sieht Walberer seine Erwartungen sogar übertroffen. "Viele haben unserem Projekt keine Chance gegeben, weil die Rivalität unter den Nachbarvereinen zu groß ist." Inzwischen laufe der Betrieb reibungslos und die Teams der JFG feierten gemeinsam Erfolge, wie zuletzt den Aufstieg der A-Jugend in die Bezirksoberliga. Noch mehr freue er sich darüber, wie die Mannschaften zusammengewachsen sind. "Die Jungen machen es uns Alten vor", findet Walberer. Der Heimatort spiele keine Rolle, jeder setze sich voll für den anderen und die gemeinsame Sache ein. Für Kirchturmdenken gebe es da keinen Platz, anders als in der Kommunalpolitik. Walberer sagt, er finde es deshalb schade, dass es vom SC Eschenbach gar keine Reaktion auf eine Gesprächsanfrage der JFG gab.
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