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Lokales
Grafenwöhr
04.07.2015
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Mit Leberkäse und Bier wurde der CSU beim Johanni-Dämmerschoppen nicht nur politische Kost aus dem Landkreis serviert. Landrat Andreas Meier bereitete aber auch diese den Zuhörern in Häppchen.

Im Stichn-Biergarten gratulierten Bürgermeister Edgar Knobloch, Landrat Andreas Meier und CSU-Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern beim Johanni-Dämmerschoppen (wir berichteten) allen Johannas, Johanns und Hans'.

Landrat Meier lobte Edgar Knoblochs Professionalität: "Du meisterst die Aufgabe, als ob du nie etwas anderes gemacht hättest." Meier freute sich über eine solide Finanzlage, die Raum für Investitionen gebe. Zwischen 9 bis 10 Millionen Euro würden für die Sanierung des Gymnasiums in Neustadt eingeplant.

Hallenbad fertig saniert

Energieeinsparmaßnahmen, Hackschnitzelheizung oder die neue Heizung im Landratsamt würden den ökologischen Aspekt bei den Investitionen untermauern. Für 4,6 Millionen Euro wurde das Hallenbad in Eschenbach saniert, dass nun fertiggestellt sei. Meier bedauerte, dass bei der "guten Sache" nur die Bauverzögerung öffentlich herausgestellt worden sei.

"Es ist Quatsch, wenn Teile des Landratsamtes nach Eschenbach oder irgendwohin kommen", wehrte sich der Landrat gegen erhobene Forderungen. "Wir sind ein großer Landkreis und sollten nicht in Gebietslagern denken." Neustadt mit dem Landratsamt und der dort geplanten Erweiterung sei der zentrale Ort für die Behörde. Gleichzeitig sicherte Landrat Meier den Erhalt der Außenstellen in Eschenbach und Vohenstrauß zu, alle Landkreisteile würden gleich behandelt.

57 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge und 587 Asylbewerber seien derzeit im Landkreis. Meier verhehlte nicht, dass die Zahl weiter steigen werde. Er sah eine hohe menschliche Aufgabe in der Aufnahme und Betreuung der Flüchtlinge. Gute und bewundernswerte Arbeit leiste das Sozialamt, bei der dezentralen Unterbringung engagieren sich viele ehrenamtliche Helfer.

Gesetzlich sei der Landkreis zur Einführung der Bio-Tonne verpflichtet, dadurch würden auch die im Landkreis eh moderaten Gebühren steigen. Die Tendenz gehe zu einem Hol-System, da ein Bring-System Probleme mit den Standorten der Sammelstellen berge. Eine Nachrüstmöglichkeit der Biotonnen mit Filtern und biologisch abbaubaren Beuteln könnte gegen mögliche Geruchsbelästigung eingesetzt werden.

"Kleine Beteiligung"

Die Kliniken Nordoberpfalz brauchen mehr Geld, stellte der Landrat fest. Mit 1,5 Prozent Anteil an der GmbH und einem Sitz im Aufsichtsrat habe der Landkreis momentan eine kleine Beteiligung und auch ein kleines Risiko. "Wir werden uns aber der Verantwortung für die Gesundheitsvorsorge nicht entziehen können, ein Gutachten und neue Konzepte sollen die weitere Beteiligung des Landkreises regeln", so der Landrat.
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