"Unschätzbar wertvoll"

Monsignore Karl Wohlgut (Mitte) präsentierte drei Werke zur Grafenwöhrer Heimatgeschichte. Bürgermeister Edgar Knobloch (links) und Heimatvereinsvorsitzender Willi Buchfelder dankten herzlich. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
08.06.2015
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Wie war das, als 1870 die Altstadt brannte? Und wer weiß schon, was es mit dem Verein Fridolin aus Gößenreuth auf sich hat? Karl Wohlgut weiß es. Und der Ruhestandspfarrer lässt andere an seinem Wissen teilhaben.

Pfarrer Karl Wohlgut stellte Bürgermeister Edgar Knobloch drei heimatgeschichtliche Werke vor: Der Almanach I befasst sich mit den Jahren 1890 bis 1933, der Almanach II mit der Zeit zwischen 1933 und 1945. Dazu kommt das Buch der Grafenwöhrer Vereine und Verbände von 1890 bis 1945.

Auf 900 Seiten hat der Autor Informationen aus Zeitungen, Protokollen, Festschriften und Archivbeständen zusammengestellt. Bei der Übergabe am Freitag war Heimatvereinsvorsitzenden Willi Buchfelder dabei. Die Bücher schildern Ereignisse des Stadtgeschehens, sie erinnern an das Geschehen in Kirche und Kultur. Auch die Entstehung des Übungsplatzes kann der Leser nachvollziehen. Ein eigenes Buch hat Wohlgut 54 Grafenwöhrer Vereinen gewidmet. "Früher ist das Radlfahren und das Theaterspielen Mode gewesen, wie heute das Fernsehen", hat Monsigore Wohlgut festgestellt.

"Für die Stadt sind diese Bücher von unschätzbarem Wert, da vieles für längst vergessen schien. Besonders beeindruckend ist für mich, dass der Autor 50 Jahre nicht in Grafenwöhr, gelebt hat und erst vor neun Jahren zurückgekehrt ist", sagte Bürgermeister Edgar Knobloch. In den vergangenen sechs Jahren sind die Bücher entstanden.

Willi Buchfelder bedankte sich bei Karl Wohlgut und bat um Exemplare für das Museum. Weitere Bücher von speziellen Vereinen könnten entstehen, wenn diese den Autoren darum bitten, bot Wohlgut an. "Mein nächstes Buch schreibe ich über die Kolpingsfamilie. "Das ist der einzige Verein, der sich der Bildung annahm", so Wohlgut.
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