"Unser tägliches Brot"

Die Tischmütter leisteten wertvolle Arbeit bei der Vorbereitung der 37 Kinder auf die Erstkommunion in Grafenwöhr. Mit im Bild Stadtpfarrer Bernhard Müller (rechts) und Kaplan Thomas Thiermann. Bild: az
Lokales
Grafenwöhr
21.05.2015
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Bei jeder Kommunion bekommen Pfarrer und Kaplan Unterstützung von Tischmüttern. In Grafenwöhr bereiteten die Frauen diesmal 37 Kinder auf den Festtag vor. Dabei lernten diese auch, wie man Brot backt.

An vier Nachmittagen stimmten die Grafenwöhrerinnen in ihren Wohnzimmern die Kinder auf die Erstkommunion ein. Beim ersten Treffen stand zunächst das gegenseitige Kennenlernen im Mittelpunkt. Die Mädchen und Buben schmückten ihre mitgebrachten Fotos und fertigten aus Puzzleteilen Plakate. Beim zweiten Mal lasen die Kinder die Geschichten über Jesus vor, die sie am meisten bewegten.

Am dritten Nachmittag wurde symbolisch ein Netz geworfen, an dessen Fäden sich die Mädchen und Buben festhielten. Wie wichtig jedes einzelne Kind ist, wurde ihnen mit Hilfe der Geschichte von der scheinbar bedeutungslosen Schiffsschraube vermittelt.

Eigenes Brot gebacken

Besonders viel Spaß machte den Kommunionkindern das gemeinsame Brotbacken beim vierten Treffen. Dabei erlebten die Kinder, wie aus nur wenigen Zutaten - Mehl, Wasser, Salz, Hefe - Brot entstand. Die Kinder ritzten kleine Kreuze oder auch ihren Namen in die Laibe. Während der Gärzeit erklärten die Tischmütter ihren Schützlingen den Weg vom Samenkorn in der Erde bis zum fertigen Mehl, also vom Gedeihen und Reifen auf dem Feld, über den Dresch- und Mahlvorgang bis zur Zubereitung des Brotes in der Backstube. Schon nach kurzer Zeit erfüllte ein unwiderstehlicher Duft den Raum. Vor dem gemeinsamen Mahl wurde das Vaterunser gebetet mit besonderer Unterstreichung der Stelle: "Unser tägliches Brot gib uns heute."

Lob für Pfarrer

"Es war eine wertvolle und sicher nachhaltige Zeremonie", meinte Tischmutter Johanna Rubenbauer. Zum Schluss sangen alle das Schutzlied "Geh mit Gottes Segen". Nach der gelungenen Kommunionfeier am Sonntag (wir berichteten) lobten die Tischmütter die von Stadtpfarrer Bernhard Müller ausgewählten Unterlagen mit Gebeten, Liedern, Geschichten über Jesus und die Bereitschaft der Kinder, mitzuarbeiten.
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