Unsinn und Schrecken der Kriege nicht vergessen

Vertreter der Bundeswehr, amerikanische Kriegsveteranen und Bürgermeister Edgar Knobloch legten am Volkstrauertag Kränze am Kriegerdenkmal nieder. Viele Vereine nahmen mit ihren Fahnen an der Gedenkfeier teil. Bilder: rgr (2)
Lokales
Grafenwöhr
18.11.2014
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"Das Gedenken am Volkstrauertag gilt nicht nur den Opfern der beiden Weltkriege, sondern auch denen, die in allen anderen kriegerischen Auseinandersetzungen bis zum heutigen Tag zu beklagen sind." Bürgermeister Edgar Knobloch hielt die Ansprache beim Volkstrauertag.

Nach dem Gottesdienst in der Mariä-Himmelfahrtskirche versammelten sich die Vertreter der Stadt, der Vereine und Verbände, der Bundeswehr und der US-Armee vor dem Kriegerdenkmal am Rathaus. In seiner Gedenkrede rief der Bürgermeister alle dazu auf, über das Unsinnige, Schreckliche und Menschenverachtende eines Krieges und die damit verbundenen Auswirkungen nachzudenken.

"Der Einzelne kann gegen die einmal losgetretene Zerstörungswut und Menschenverachtung wenig ausrichten", meinte Knobloch. Der Volkstrauertag habe auch nach einer langen Friedensphase immer noch seine Daseinsberechtigung, denn wer seine Vergangenheit vergesse, der laufe Gefahr, sie zu wiederholen.

"Diese Erkenntnis war und ist in Deutschland etwas problematischer als anderswo, weil wir ein Land der Täter und Opfer sind. Dabei geht es nicht um die Frage der Schuld. Die Nachkriegsgeneration trägt sicher keine Schuld an den Kriegen und ihren Folgen", betonte Knobloch. "Wir tragen aber alle die Verantwortung dafür, an über 55 Millionen Opfer zweier Weltkriege zu denken. Frieden und Freiheit sind unsere höchsten Güter. Jeder ist aufgefordert, sich dafür einzusetzen", bekräftigte Knobloch. Über Frieden und Freiheit sang auch der Männergesangverein 1881 mit gemischtem Chor unter der Leitung von Bernhard Greiner.

Abschließend legten Bürgermeister Knobloch, Vertreter der Bundeswehr-Dienststelle Deutscher Militärischer Vertreter (DMV) und die amerikanischen Kriegsveteranen je einen Kranz am Ehrenmal nieder.
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