Von der schwierigen Planung des Museumsumbaus
Kein Palasteingang

Der Eingangsbereich des Grafenwöhrer Museums machte den Verantwortlichen Sorgen, inzwischen steht die Planung für die Umgestaltung. Wann sie verwirklicht werden, ist derzeit unklar. Bild: mbi
Lokales
Grafenwöhr
26.01.2015
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(mbi) Bei einer voraussichtlichen Bausumme von 680 000 Euro war Schluss mit lustig. Die Verantwortlichen der Stadt und des Heimatvereines zogen bei der Umgestaltung des Museumseingangs die Notbremse, und suchten einen neuen Planer. An der Wiedereröffnung des Museums 2015 darf sich dennoch nichts ändern, so Vorsitzender Wilhelm Buchfelder.

Als der Verein den Bauplan für eine Überdachung des Zwischenhofs und der verbundenen Umgestaltung des Eingangsbereiches prüfte, ging die Bombe hoch: Eine fehlende Genehmigung der 1990 umgesetzten dritte Tektur stoppte die Planungen. Das Regensburger Architekturbüro Magerl erhielt den Auftrag für die Überarbeitung der Pläne. Deren Vorstellungen stießen nicht nur bei den Verantwortlichen des Heimatvereines auf Unverständnis: Eine Bausumme von 680 000 Euro war allen Beteiligten zu hoch.

Gespräche mit dem Architekten hätten nichts gebracht. Dies habe die Entscheidung in Abstimmung mit Bürgermeister Edgar Knobloch leicht gemacht, erklärte Buchfelder. Das Kultur- und Militärmuseum benötige keinen "überdimensionierten Palasteingang". Inzwischen habe ein anderes Architekturbüro die Pläne überarbeitet, so dass der Bau günstiger würde. Dennoch soll vorerst nur der Brandschutz sichergestellt werden, so Buchfelder. Das Museum muss 2015 wiedereröffnen, um die EU-Zuschüsse nicht zu riskieren.

Das in den 1980er Jahren von Ehrenbürger Anton Peter, Ehrenvorsitzendem Werner Biersack und Kurt Baumann gestartete Projekt "Museumserweiterung" sei immer noch nicht abgeschlossen. Diese Lücke gelte es mit dem Planungsbüro Dr. Schölzel aus Berlin zu schließen. Vorschläge fürs neue Konzept und einige Zeitzeugeninterviews seien bereits erledigt. Für Hunderte ehrenamtliche Stunden könne er nicht oft genug danken. "Noch ist der Zieleinlauf nicht geschafft, wir sind aber auf einem guten Weg", so Buchfelder. Im neuen Jahr trifft sich die Arbeitsgruppe immer montags um 18 Uhr im Museum. Jede helfende Hand sei dabei willkommen.
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