Was tun mit der alten Schule?

In der Aula der Grundschule diskutierten Bürgermeister, Stadträte und Schulleitung über einen kleinen Sofort-Maßnahmenkatalog für das alte Schulgebäude. Nach dem Umzug in neue Klassenräume soll den Stadträten ein Raummanagement Entscheidungen zur künftigen Nutzung erleichtern. Bild: do
Lokales
Grafenwöhr
03.12.2015
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Ist das Schulzentrum ein Fass ohne Boden? Stirnrunzeln gab es bei den Mitgliedern des Bauausschusses beim Ortstermin in der alten Grundschule und auf dem Gelände des Pausenhofs. Für große Sprünge fehlt das Geld.

Nach dem Millionenaufwand für die neuen Klassenräume der Grund- und Mittelschule warten auf Bürgermeister und Rat weitere finanzielle Kraftakte. Ein neuer Schulhof soll her. Und was passiert mit der alten Schule? Die altehrwürdige Grundschule wird es in ihrer bisherigen Form bald nicht mehr geben. Nach der Fertigstellung der neuen Klassenräume voraussichtlich im Frühjahr nächsten Jahres steht den Stadtvertretern eine Debatte über den künftigen Verwendungszweck des Kolosses ins Haus. Gerüchte um einen Abbruch halten sich.

Raumbedarf da

Dieser Theorie widerspricht die Schulleitung. Weder für Gerhard Götzl noch für seinen Konrektor Thomas Schmidt kommen solche Überlegungen in Frage. Die weitere Nutzung des alten Gebäudes für schulische Zwecke steht für die Pädagogen außer Frage. Götzl hielt die Reservierung von zwei Stockwerken zum Beispiel für die Mittagsbetreuung und für Fachräume unabdingbar. "Auch weitere Schulangebote werden kommen." Deshalb gebe es für die alte Schule weiter Raumbedarf. Und der ist auch für die außerschulische Nutzung notwendig, ergänzte Bürgermeister Edgar Knobloch mit Verweis auf Schwimmhalle, Bücherei und Musikschule.

Einig waren sich Schulleitung und der Bauausschuss, zunächst den Umzug in die neuen Räumlichkeiten abzuwarten, in den ersten Monaten des Schulbetriebes in den neuen Gebäuden Erfahrungen zu sammeln und dann eine Wunschliste zur Sanierung und künftigen Nutzung für das alte Volksschulgebäude zu erstellen. Sofortmaßnahmen zur Behebung akuter Mängel hielt Bürgermeister Edgar Knobloch dennoch für erforderlich. Dazu gehören der Einbau neuer Eingangstüren, neue Treppenstufen am Haupteingang, eine Verbesserung der hygienischen Verhältnisse im sanitären Bereich, ein Vorhang im Eingangsbereich zur Aula für die Schallminderung und der Einbau einer "Schamwand" in der Kinderumkleide des Hallenbades.

Totalsanierung zu teuer

Mehr als die Sicherheitsmängel zu beheben, sei derzeit nicht sinnvoll, bemerkte Gerald Morgenstern und Thomas Schopf warnte: "Jedem neuen Schritt folgt großes Geldausgeben." Auch Josef Neubauer urteilte: "Für eine totale Sanierung fehlt das Geld." Das Gebäude als Schuleinrichtung zu erhalten, sei trotzdem wünschenswert.
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