Wirtschaftsschüler erkunden Übungsplatz bei Exkursion - Besichtigung der US-Hubschraubereinheit
Natur und Militär kein Widerspruch

Lokales
Grafenwöhr
28.07.2015
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Wie ist ein Medevac-Hubschrauber ausgerüstet? Was trainieren die Hubschrauber-Piloten auf dem Übungsplatz? Wie leben die amerikanischen Familien in den Tower-Barracks? Sind Militär und Natur ein Widerspruch? Antworten auf diese und viele weitere Fragen erhielten die Schüler der Wirtschaftschule Eschenbach. Mit ihren Lehrern Bernhard Miedl und Ralf Wittmann brachen die neunten Klassen zur Exkursion in den Übungsplatz auf.

Franz Zeilmann von der Pressestelle der US-Armee-Garnison Bavaria und Stabsfeldwebel der Reserve Gerald Morgenstern begleiteten die zwei Busse und gaben den Schülern Antworten auf ihre Fragen. Erläutert wurden die Geschichte des Übungsplatzes und die Bauten der Neuzeit. In den Single-Soldier-Barracks steht den unverheirateten Soldaten je ein Appartement zur Verfügung.

Anders sieht es in den Gebäuden der Feldlager aus, wo bis zu 60 Soldaten in einer Baracke schlafen können. Die technische Einrichtung einer Schießbahn und der Ablauf beim Übungsschießen wurde den Schülern bei einer Vorführung von Zielanlagen auf der Range 132 vor Augen geführt. Die Fahrt vorbei an der Wolfschützenkapelle und durch die Übungsbereiche demonstrierte, dass Natur und Militär kein Wiederspruch sind.

Wo sonst als in einem militärischen Sperrgebiet gebe es Fisch- und Seeadler und einen großen Wildreichtum. 800 Arten an Pflanzen und Lebewesen, die bereits als stark gefährdet gelten, seien durch die Umweltabteilung der US-Armee und die Forstbehörden registriert worden, erklärten die Begleiter den Schülern. Auf dem Schwarzenberg gab Zeilmann den Schülern beim Blick ins Zielgebiet eine Übersicht über die Aufteilung des 23 000 Hektar großen Geländes.

Zeilmann erläuterte auch die Aufgaben der auf am Bleidornturm übenden Beobachter des 2. Kavallerieregiments, das in Vilseck stationiert ist. Abschluss und Höhepunkt der Rundfahrt war der Besuch auf dem Airfield. Dort gewährten die Piloten der US-Hubschraubereinheit "Dustoffs" den Wirtschaftsschülern einen Blick in ihre Maschinen. Sechs Hubschrauber vom Typ UH-60-Blackhawk sind derzeit in Grafenwöhr stationiert.

Die mit dem Roten Kreuz gekennzeichneten Helikopter sind mit Tragen und Medizinischen Notfallgeräten ausgestattet, das die Piloten im Detail vorstellten. Die Besatzungsmitglieder verfügen über eine Ausbildung zum Sanitäter und können die Erstversorgung von Patienten vornehmen. Langwierig ist die Ausbildung zum Piloten.

Die Blackhawk-Besatzungen haben auf dem Truppenübungsplatzgelände auch gute Gegebenheiten für ihre Übungsflüge und Einsatzübungen. Gerne nahmen die Schüler das Angebot an, einmal am Steuerknüppel einer UH-60 zu sitzen.
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