Wohlfühl-Wohnungen

Lokales
Grafenwöhr
21.10.2015
2
0

Es lebt sich gut in den Wohnquartieren der Eichendorff- und der Adalbert-Stifter-Straße. Zu diesem Ergebnis kommt eine Anwohnerbefragung. 85 Prozent der Befragten erklärten sich mit der Wohnqualität ihres Quartiers zufrieden.

61 Prozent gaben ihren Wohnverhältnissen sogar die Note eins. Die Ergebnisse der Umfrage durch das Büro GEO-Plan Bayreuth überrascht. Hintergrund der Fragebogenaktion sind Überlegungen der Stadt, die beiden Wohngebiete bei den Förderkulissen "Soziale Stadt" und des Städtebauförderprogramms neu zu gestalten. Die Beteiligung von 30 Haushalten mit 49 Personen betrachtet das Büro als durchaus repräsentative Grundlage für ein objektives Meinungsbild.

Jung und Alt

Für den Stadtrat besonders interessant war der Wunsch vieler Anwohner, die Qualität des Wohnumfeldes der Quartiere zu verbessern. Handlungsbedarf sahen viele Befragte beim barrierefreien Ausbau und bei der Verbesserung der Kommunikationsmöglichkeiten. Zweitrangig ist eher das Interesse an zusätzlichen Spielmöglichkeiten.

Das mit 66,7 Jahren auffallend hohe Durchschnittsalter der Befragten ließ auch keine andere Antwort erwarten. GEO-Plan vermutet deshalb mittelfristig eine starke altersbedingte Fluktuation. Um die Zukunftsfähigkeit des Quartiers zu stärken, sei deshalb der Zuzug junger Menschen förderlich. Diesem Personenkreis ebenfalls ein attraktives Wohnumfeld zu bieten, müsse das Ziel der Kommune sein, gab GEO-Plan zu verstehen.

Der in der Umfrage festgestellte Nachholbedarf bei der Innenhof-Gestaltung der Wohnblöcke liegt nicht im Verantwortungs- und Entscheidungsbereich der Stadt. Hingegen freute sich das Gremium über die hohe Zufriedenheit der Bewohner bei der Anbindung der Wohnquartiere durch Fuß- und Radwege an die Innenstadt und über die bestehenden Einkaufsmöglichkeiten.

Parkplätze verbessern

Auch mit der Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr sind die Befragten zufrieden, belegt die Studie. Nur das Parkplatz-Angebot scheint verbesserungswürdig. Das wiederum sei Angelegenheit der privaten Wohnungseigentümer und der Wohnungsbau-GmbH, verwies Bürgermeister Edgar Knobloch auf die Verpflichtungen der privaten Grundstücksbesitzer.

Ein erster Schritt sei die Einbindung der Gemeinnützigen Wohnungsbau-GmbH wünschte sich der Bürgermeister. Die Stadt habe sich auf die Sanierung der öffentlichen Flächen zu beschränken. Das Umfrageergebnis ist Bestandteil des Förderantrags der Stadt bei der Regierung der Oberpfalz.
Weitere Beiträge zu den Themen: Oktober 2015 (8435)
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.