Zwölf gute Gründe für 120 Euro

"Die Zivilbeschäftigten bei den US-Stationierungsstreitkräften sollen ab September 120 Euro mehr bekommen. ver.di geht mit dieser Forderung in die Tarifrunde", sagte Wolfgang Dagner (stehend) bei der Mitgliederversammlung. Mit auf dem Bild sind von rechts: Claudia Peter, Dirk Stockfisch und Karlheinz Winter. Bild: rgr
Lokales
Grafenwöhr
24.08.2015
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ver.di geht mit einer klaren Forderung in die Tarifrunde für die Zivilbeschäftigten bei den US-Stationierungsstreitkräften (SSK). "Alle sollen ab September 2015 jeden Monat 120 Euro mehr bekommen", fordert ver.di-Tarifkommissionsmitglied Claudia Peter.

Bei der Mitgliederversammlung informierten neben Claudia Peter auch der Landesfachgruppenvorsitzende Bayern, Wolfgang Dagner und der stellvertretende Geschäftsführer der ver.di Oberpfalz, Karlheinz Winter, über die Planungen von ver.di zur anstehenden Tarifrunde für die SSK'ler. Zur Versammlung begrüßte Wolfgang Dagner auch den ver.di-Gewerkschaftssekretär des ver.di-Bezirkes Oberpfalz, Dirk Stockfisch.

"Der Auftakt der Tarifgespräche ist am 3. September", informierte Dagner. Er wisse, dass das Herausholen einer anständigen Lohnerhöhung kein Kinderspiel sein werde - schon gar nicht bei den Stationierungsstreitkräften. "Wir wissen aber auch, dass diese Forderung schon eine sehr gemäßigte Forderung ist - gemessen an der Erwartungshaltung und den durchgeführten Befragungen bei den Beschäftigten der SSK", stellte auch Dirk Stockfisch fest und verwies auf die Abschlüsse der letzten Jahre.

In der Mitgliederversammlung wurde sehr deutlich, dass für die Beschäftigten bei den SSK jetzt ein "Ende der Fahnenstange" sei. Es wird gefordert, dass heuer ein deutliches Plus bei den Lohnerhöhungen erfolgen müsse. "120 Euro mehr für jede und jeden - das ist nur fair und gerecht!", brachte Tarifkommissionsmitglied Claudia Peter die Diskussion bei den Beschäftigten auf den Punkt.

Personalabbau belastend

Immer wieder wurde in der hitzigen Debatte deutlich, dass die Arbeitsbelastung in der letzten Zeit immens gestiegen sei - der erfolgte Personalabbau in den letzten Jahren gehe mittlerweile über die Belastungsgrenzen der Beschäftigten hinaus, betonte BBV Vorstandsmitglied Wolfgang Dagner nachdrücklich, um das Problem zu verdeutlichen.

"Wenn ich die Diskussion zusammenfasse, stelle ich fest, dass unsere ver.di-Kampftruppen für bessere Einkommens- und Arbeitsbedingungen stehen", betonte Karlheinz Winter abschließend.

"Auch und gerade der ver.di-Bezirk Oberpfalz wird sich in der Tarifrunde aktiv beteiligen", kündigte ver.di-Sekretär Dirk Stockfisch an. Die Streikvorbereitungen in der Oberpfalz laufen - nach dem heißen Sommer kündigt sich wohl auch bei den SSK'lern in der Oberpfalz ein heißer Herbst an.
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