Bauausschusssitzung Grafenwöhr
Fluchttreppe und Probenraum

Bereits beschlossen ist der Bau eines zweiten Fluchtweges als Außentreppe am Kindergarten in Hütten. Einmal vor Ort, diskutierte der Bauausschuss über weitere Nutzungsmöglichkeiten. Ein Zuhause hat bereits die Gymnastiksparte der Concordia Hütten. Nun wünscht sich "ChorAlle" im Dachgeschoss einen Probenraum. Bild: do
Politik
Grafenwöhr
08.09.2016
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Brandschutz hat Vorrang. Da ist sich der Bauausschuss einig. Mit einem zweiten Fluchtweg wird deshalb auch der Kindergarten St. Josef in Hütten ausgestattet.

Hütten/Grafenwöhr. Träger der Kindertagesstätte ist die Katholische Pfarrgemeinde Grafenwöhr, Gebäudeeigentümer des ehemaligen Schulhauses die Stadt. Die Entscheidung für mehr Sicherheit steht bereits seit Juli 2016 fest. Der Kindergarten soll eine Fluchttreppe erhalten.

Für den Bauausschuss war der Ortstermin in Anwesenheit von Kita-Leiterin Maria Schwerdtfeger deshalb zunächst nur eine Besuchsadresse unter vielen. Zwar ist das Dachgeschoss des Gebäudes noch nicht ausgebaut. Doch die Fluchttreppe soll sich bis unters Dach ziehen, falls es einmal zu einem Ausbau "auch ganz oben" kommen sollte, lautet der Beschluss.

Die Frage nach weiteren Nutzungen sollte sich bei der Besichtigung zum Schwerpunkt des Ortstermins entwickeln. Einen Verwendungszweck meldete Gerhard Mark (CSU) an. "36 Leute proben, singen und musizieren derzeit in einem Kellerraum, da wird es Zeit für einen vernünftigen Probenraum." Der Hüttener machte sich stark für "ChorAlle", einem gemischten Chor mit bemerkenswerter Qualität, wie er sagte. Die Diskussion im Dachgeschoss des Hauses drehte sich fortan nicht mehr um die Notwendigkeit des Ausbaues, sondern um die Umsetzung des Projekts.

Auf der Grundlage von Vorschlägen von Stadtbaumeister Hans Rettinger ging es um Wandhöhen, Isolierungen, Schallschutzmaßnahmen, Akustikdecken, Heizungssysteme und WC-Anlagen. Vorsichtig schätzte Rettinger die Ausbaukosten auf bis zu 50 000 Euro. Auch die Frage nach Eigenleistungen von "ChorAlle" stand im Raum.

Auch kritische Stimmen mischten sich in die Debatte. "Warum der Aufwand wegen einer Probe in der Woche", fragten sich einige Mitglieder des Gremiums. Bei all den ungeklärten Fragen beauftragte der Bauausschuss die Bauverwaltung, auf der Basis der Nutzungsideen, Sanierungsvorschläge auszuarbeiten und eine Kostenberechnung zu erstellen.
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