Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht auf dem Truppenübungsplatz
Bundeswehr als feste Größe

Politik
Grafenwöhr
23.05.2016
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Die Bundeswehr soll weiter eine feste Größe auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr bleiben und die guten Beziehungen zur US-Armee pflegen. Das ist Anliegen von CSU-Bundestagsabgeordnetem Albert Rupprecht. Er war beim Deutschen Militärischen Vertreter (DMV) und beim Bundeswehrdienstleistungszentrum (BwDLZ) zum Informationsaustausch.

Kommandant Oberstleutnant Anton Kussinger stellte bei der Besprechung Struktur und Aufgaben der Bundeswehr in Grafenwöhr vr. Mit 24 Soldaten und 94 zivilen Angestellten bei der Kommandantur und beim Service-Center werde als wesentliche Aufgabe der Schieß- und Übungsbetrieb für die Bundeswehr in Grafenwöhr sowie in Hohenfels sichergestellt. Mit eigenem Zivilpersonal würden 15 kleinere Schießbahnen für die US-Armee, die Bundeswehr und weitere Benutzer betrieben.

"Luft nach oben"


Fahrbereitschaft, Werkstätten, Unterkünfte im Camp Normandie sowie die Scheibenfertigung und -versorgung für alle Bundeswehr-Schießanlagen im süddeutschen Raum gehören ebenso zu den Aufgaben. Benachbarte Verbände der Bundeswehr profitierten vom hohen technischen Aufwand sowie von den Einsatzerfahrungen der US-Streitkräfte. Die Zusammenarbeit mit der US-Seite sei gut, dies werde auch durch einen eigenen Einplaner bei US-Range-Operations gewährleistet. Bei der Belegung der Bundeswehr in Grafenwöhr sei allerdings noch Luft nach oben, meinte Oberstleutnant Kussinger. Stellvertretender Kommandant Hauptmann Hans-Jürgen Gmeiner plädierte dafür, den Kommandeuren der umliegenden Verbände die Vorteile Grafenwöhrs nahezubringen und Planungssicherheit für das Schießen und Üben in Grafenwöhr zu geben. Groß geschrieben werde in Grafenwöhr auch der Umweltschutz, stellten Kussinger und Reinhard Schober, Leiter des Bundeswehr-Dienstleistungszentrums Amberg, zu dem auch das Service-Center Grafenwöhr gehört, heraus. Bürgermeister Edgar Knobloch bedankte sich hier bei der Bundeswehr für den alljährlichen Umwelttag.

Stabsfeldwebel Christian Schmid meinte, dass die Schieß- und Ausbildungsmöglichkeiten auf den Rangen in Grafenwöhr zwar hervorragend seien, jedoch die Infrastruktur bei den Unterkünften im Gegensatz zu Bundeswehrübungsplätzen verbesserungswürdig sei.

Zusammenarbeit wichtig


Reinhard Schober stellte heraus, dass Grafenwöhr ein wesentlicher Faktor für das BwDLZ Amberg ist, an der Spitze des Grafenwöhrer Standortservice stehe Objektmanager Heinz Seitz. Oliver Pankow und Franz Haderer für die Bereiche Facility-Management und Finanzen sowie Gleichstellungsbeauftragte Rosa Maria Kühne untermauerten, dass für die Infrastruktur im Camp Normandie der Bau einer neuen Küche notwendig sei. Die Beantragung und Planung sei bereits auf den Weg gebracht, das Verfahren nehme jedoch viel Zeit in Anspruch, bestätigte Oliver Pankow.

Bundestagsabgeordneter Rupprecht bot seine Unterstützung bei den Vorhaben der Bundeswehr in Grafenwöhr an. Sicherung des Beschäftigungsstands, Infrastruktur, Nutzung durch die Bundeswehrtruppe und ein gutes Verhältnis zur US-Armee seien seine Ziele. Wichtig sei Rupprecht auch die gute Zusammenarbeit mit dem Standort Weiden. Für die erneute Stationierung der Artillerie in der Ostmarkkaserne war die Nähe zu Grafenwöhr ein wesentliches Argument.
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