Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands
"Wie ein Bohren dicker Bretter"

Bürgermeister Edgar Knobloch berichtete bei der Jahreshauptversammlung der CSU über die Stadtpolitik und zeigte Planungen und Projekte auf. Bild: mor
Politik
Grafenwöhr
28.04.2016
52
0

"Die CSU-Familie ist aktiv" war der Tenor der Jahreshauptversammlung des CSU-Ortsverbands. Rückblick, Kassenbericht, Jahresprogramm und stadtpolitische Themen standen auf der Tagesordnung.

Ein eindeutiges Votum für Bundestagsabgeordneten Albert Ruprecht und die Aufstellung der Delegierten bildete den ersten Teil der Versammlung im Hotel zur Post. Der Mitgliederstand von 229 Mitgliedern sei mit Neuaufnahmen gleich geblieben, berichtete Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern. Von Fahrten in die Schweiz und den Aachensee bis zur Zoiglkirwa reichten die gesellschaftlichen Aktivitäten.

Vorstandsmitglied Dieter Placzek sei Garant für die gelungene Fahrten wie jüngst zur Werksbesichtigung bei BMW. Der Josefi-Früh- oder Johanni-Dämmerschoppen waren gut besuchte politische Veranstaltungen im Jahreskreis, Themen der Ortspolitik wurden beim jüngsten Klausurtreffen behandelt. Besonders hob Morgenstern die Zusammenarbeit mit den Damen der Frauen-Union um Monika Placzek und mit der Jungen Union mit ihrer Vorsitzenden Sabine Wendt heraus. Gut gefüllt sei auch wieder der Terminkalender für das Jahr 2016, das auch heuer mit der Herausgabe des beliebten CSU-Kalenders und den Silvesterbesuchen im Lager enden soll. Für den verhinderten Kassier Herbert Meier trug Schriftführer Jürgen Wegmann den Kassenbericht vor. Die Revisoren Peter Lippiotta und Hans Kammerer schlugen die Entlastung vor.

"Top-Schule" in Grafenwöhr


"Politik ist weiter ein Bohren dicker Bretter - viel Aufwand ist es die Förder-Inszenarien zu beschreiten", leitete Bürgermeister Edgar Knobloch zu örtlichen Themen über. Der Haushalt sei verabschiedet, die Rückzahlung von Gewerbesteuer und eine höhere Kreisumlage waren die Hiobsbotschaften dazu. Schule, Altstadtsanierung, Verwaltungsgebäude-Modernisierung, Eichendorff-Straße, Dorferneuerung Hütten, Stadthalle und Waldbad seien einige Projekte und Themen der nächsten Zeit.

Abgeschlossen werde in Kürze die mehrjährige Sanierung der Grund- und Mittelschule, im Juli sei die Einweihungsfeier vorgesehen. "Wir haben dann einen Top-Schule für die Schüler, Lehrer und für Grafenwöhr", resümierte das Stadtoberhaupt. Neu gestaltet werde der Pausenhof, der obere Teil soll als Verkehrsübungsplatz und Parkplatz außerhalb der Schulzeit erhalten bleiben. Umorganisiert wurde das Anlegen der Grünflächen, die nun mit mehrjährigen Pflanzen besetzt wurden. Tausende von Euros könnten somit eingespart werden, gespannt sei Knobloch auf das Feedback aus der Bevölkerung.

Nach der Fertigstellung der Gaststätte käme nun die Planung für die weitere Stadthalle, ein dringendes Problem stelle die vorrangige Erneuerung des Hallenbodens dar. Im Waldbad sei der Eingangsbereich erneuert worden, nun werde die weitere Sanierung in die Wege geleitet. Harte Kriterien brächten oft die Förderprogramme, Anträge würden derzeit für die Dorferneuerung in Hütten sowie für die Altstadtsanierung gestellt. Raum für Bauwillige bieten die Bebauungspläne in der Ochsenhut, Gössenreuth, in Hütten und in der Bertelshofer Straße. Besprochen wurde bereits das Gebiet Max-Reger-Straße zur Josef-Richter-Straße, hier gelte es Lücken der Innenbebauung zu belegen, bevor eine neue Außenerschließung erfolgt.

Lob an Helfer


"Grafenwöhr ist offen und tolerant", hielt der Bürgermeister zum Thema Aslybewerber fest. 60 Asylbewerber aus dem Iran, Irak und Aserbeidschan lebten derzeit in dezentralen Unterkünften, hinzu kommen die 24 unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge im St.-Michaels-Werk. Auch ehrenamtliche Helfer bemühen sich um die Asylbewerber, die Stadt erstellt momentan eine Handreichung in den verschiedenen Sprachen. Lob zollte der Bürgermeister den freiwilligen Helfern in den Vereinen, die für ein breites gesellschaftliches und kulturelles Angebot in der Stadt sorgen.

Traurige Pflicht war es für Ortsvorsitzenden Morgenstern der verstorbenen Mitglieder zu gedenken, erst vor Kurzem wurde Ehrenmitglied Christoph Gradl zu Grabe getragen.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.