Jürgen Mistol informiert sich vor Ort
Umweltschutz am Übungsplatz

Grünen-Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol (Zweiter von links) informierte sich über den Umweltschutz auf dem Truppenübungsplatz. Bild: hfz
Politik
Grafenwöhr
18.04.2016
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Auf Einladung von Colonel Mark A. Colbrook, Kommandeur der US-Armee Garnison Bavaria und ausgebildeter Umweltingenieur, besuchte Grünen-Landtagsabgeordneter Jürgen Mistol den Truppenübungsplatz. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich die US-Armee der ökologischen Verantwortung für den Truppenübungsplatz Grafenwöhr stellt.

Schon seit 1979 gibt es ein Umweltschutzprogramm, erfuhr der Politiker. Heute arbeiten hier über 30 Angestellte. Der Umweltschutz hat an Stellenwert gewonnen, davon konnte sich Mistol überzeugen. Es müssten immer wieder Lösungen und Kompromisse gefunden werden zwischen den Ansprüchen des militärischen Übungsbetriebs und des Umweltschutzes. Klar sei aber: Auch auf dem Gelände des Truppenübungsplatzes müssen die deutschen Umweltschutzgesetze eingehalten werden. Bei der Arbeit der Umweltschutzabteilungen der Garnison stünden das Abfallmanagement, die Altlastensanierung, der technische Umweltschutz und die Umweltschutzschulung der Mitarbeiter und Soldaten im Mittelpunkt.

Weiterer Schwerpunkt des Besuchs war der Arten- und Biotopschutz auf dem Gelände, denn 75 Prozent der Fläche in Grafenwöhr sind Flora-Fauna-Habitat-Gebiet (europäische Schutzgebiete in Natur- und Landschaftsschutz, Anm. d. Red.). Vergleichende Studien mit dem Fichtelgebirge und der Frankenalb ergaben eine höhere Artenvielfalt in Grafenwöhr, die gilt es zu schützen. Künftig soll die Tier-und Pflanzenwelt auf dem Übungsplatz noch weniger gestört werden: durch mehr Simulationstraining und angepasstes Geländemanagement. Jede Einheit der Garnison hat einen Umweltschutzoffizier, der geschult wird. Interne Betriebsanweisungen, Infotafeln und -karten sollen das Umweltbewusstsein stärken.

"Ein richtiger Ansatz", meinte Mistol, "denn der Umweltschutz steht und fällt mit dem Verhalten jeder und jedes Einzelnen." Die militärische Nutzung stehe auf einem solchen Gelände selbstredend im Mittelpunkt. Trotzdem sei der Truppenübungsplatz ein ökologischer Hotspot. "Es stimmt mich hoffnungsfroh, dass dies auch von der militärischen Führung so gesehen wird".
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