Landrat Andreas Meier ist wieder CSU-Kreisvorsitzender in Grafenwöhr
"Ihr seid's narrisch"

Keine Überraschungen brachte die Neuwahl des CSU-Kreisvorstands. Die Delegierten bestätigten Vorsitzenden Andreas Meier (vorne, Dritter von rechts) und seine Stellvertreter Gerald Morgenstern, Albert Rupprecht, Albert Nickl (vorne, Erster, Zweiter und Vierter von rechts) sowie Petra Dettenhöfer. Bild: bjp
Politik
Grafenwöhr
27.05.2015
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Ein Dank kann sich anhören wie eine Beschimpfung: "Ihr seid's narrisch", revanchierte sich Landrat Andreas Meier für 100 Prozent der Stimmen bei der Wiederwahl als CSU-Kreisvorsitzender. Die knapp 200 Delegierten haben aber weiterhin hohe Erwartungen an ihn.

Bundestagsabgeordneter Albert Rupprecht und Meiers Stellvertreter als Landrat, Albert Nickl, gehörten zu den ersten Gratulanten. In seinem ersten Amtsjahr habe Meier mit seiner ausgleichenden, offenen und dennoch führungsstarken Art sich als würdiger Nachfolger von Simon Wittmanns profiliert. "Du genießt große Wertschätzung bei der Bevölkerung und bringst alle Voraussetzungen mit, den Kreis und die CSU in eine gute Zukunft zu führen", ergänzte Nickl. Meier dankte seinerseits der Basis für einen erfolgreichen Kommunalwahlkampf: "Wir wollten keine Luftschlösser bauen, sondern nur erreichbare Dinge in Aussicht stellen."

Mit einer Verschnaufpause habe sich die CSU nach der Wahl nicht lange aufgehalten: "Schon in diesem ersten Jahr haben wir etliche der im Wahlprogramm angesprochenen Probleme angepackt. Manches ist bereits umgesetzt, für anderes sind die Weichen gestellt."

Schulden senken

Zu diesen Weichenstellungen zählte Meier die Fortführung einer soliden Haushaltspolitik. "Wir erfahren ja täglich aus den Medien, welche schmerzlichen Einschnitte nötig werden, wenn das finanzielle Grundgerüst nicht stimmt." Unter Landrat Simon Wittmann und den Vorgänger-Kreistagen habe der Landkreis vorausblickend gewirtschaftet. Es gebe keinen Grund, davon abzuweichen. In der Kreispolitik gehe es nicht darum, sich Denkmäler zu setzen, sondern durch verantwortungsbewusste Arbeit ein festes Fundament für die Zukunft zu legen, unterstrich Meier. Dass sich die Verantwortlichen darum mit Erfolg bemüht hätten, belege die Stellungnahme der Regierung zum Kreishaushalt 2015. Sie bescheinige "hohes Investitionsniveau ohne Kreditaufnahme" und einen "vorbildlichen Schuldenabbau". Dank strikter Haushaltsdisziplin seit dem Schuldenhöchststand Ende 1999 seien 60 Prozent der damaligen Verbindlichkeiten getilgt worden. "So ein Testat ist wie eine Note Eins mit Stern", freute sich der Landrat.

In den nächsten Jahren gelte es, das Landratsamt in Richtung Bürgerfreundlichkeit, Barrierefreiheit und Übersichtlichkeit weiterzuentwickeln. Der Neubau des "Kobels" sei dazu ein erster Schritt.

Kein Thema sei für die CSU der vor allem aus den Reihen der Freien Wähler angeregte Verzicht auf einen Neubau bei gleichzeitiger Auslagerung von Kreisdienststellen nach Eschenbach und Vohenstrauß gewesen: "Die CSU vertritt hier traditionell eine klare Linie: Eine Behörde zu zerreißen, kann nicht zielführend sein."
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