Naturerlebnispfad in Grafenwöhr
Begegnung in Bierlohe

Der Naturerlebnispfad Bierlohe bedarf der Runderneuerung. Darin waren sich bei einem Rundgang Naturpark-Geschäftsführer Martin Koppmann, "Stadtförster" Martin Gottsche und Bürgermeister Edgar Knobloch (von links) einig. Bild: do
Politik
Grafenwöhr
25.05.2016
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Über 40 Jahre gibt es ihn schon - den Naturpark Nördlicher Oberpfälzer Wald. Und jedes Jahr setzt er von neuem Glanzpunkte. Einer davon befindet sich in Grafenwöhr.

Der Naturerlebnispfad Bierlohe gehört zu den Vorzeigeprojekten des fast 1400 Quadratkilometer großen Naturparks. Nach der Erstanlage vor zwölf Jahren ist der Rundweg erneuerungsbedürftig.

Bürgermeister Edgar Knobloch sagt als bekennender Naturfreund: "Es ist Zeit für Verbesserungen." Bei der Restaurierung allein soll es jedoch nicht bleiben. Bei einem Rundgang erläuterte er einige Einfälle, die auch Naturpark-Geschäftsführer Martin Koppmann und Stadtförster Martin Gottsche begrüßten. Die Naturidylle in der Bierlohe soll zur Entspannung und Erholung einladen. Vor allem Kinder und Jugendliche werden mit Erlebnisstationen den Naturkreislauf hautnah erleben können, verspricht das Dreigestirn Knobloch/Koppmann/Gottsche. Mit Blick auf die Weiher- und Waldlandschaft waren sie sich einig, zum nachhaltigen Verständnis für einen schonenden Umgang mit der Ressource Natur die Stationen des Pfads weiterzuentwickeln.

Im Rekordtempo arbeitete deshalb Naturpark-Geschäftsführer Koppmann den Entwurf eines Förderantrags aus. "Entdecken - Erleben - Begreifen" nannte er seine Vorschläge, die die volle Zustimmung des Bürgermeisters und des Forstmannes fanden. In der gleichen Rekordzeit genehmigte die Regierung der Oberpfalz die Wünsche der Grafenwöhrer. Der Maßnahmenplan enthält folgende Einzelmaßnahmen: Erneuerung der Informationstafel und der Holz-Wegweiser, Neumodellierung der Station Wasser mit einer Zusatzfunktion "Matschtisch" und der Erneuerung einer Tischplatte aus Holz im Pavillon. Holztrommeln, Blechtafeln und Schlegel sollen den Kindern vielleicht auch als Ensemble-Mitglieder musikalische Unterhaltung bieten.

Zudem soll die "Kathedrale" des Naturerlebnispfads mit der Anlage eines Klein-Biotops für Amphibien und einer Blockbank aus Eiche aufgewertet werden. Auch romantische Ecken wird es geben. Gedacht ist etwa an einen Tunnel mit natürlichem Weidengeflecht. Gespannt sein dürfen die Besucher auf einen weiteren Tunnel an der Station "Unter der Erde", und auch der "Lebensturm" soll imposanter werden.

Entstehen wird ferner eine Naturpädagogikstation "Gleichgewicht". Versinnbildlicht durch eine Libelle mit Wackelsteg steht darin das aktive Naturerlebnis mit allen Sinnen verbunden mit ökologischem Lernen im Vordergrund, erklärte der Bürgermeister. Mit Hilfe dieser Gerätschaften denken die Planer symbolhaft an das Gleichgewicht des Zueinanderfindens der Besucher. Überhaupt soll die Begegnung auf und in dem Erlebnispfad eine wichtige Rolle spielen.

Eine wesentliche Aufgabe kommt bei der Generalsanierung dem städtischen Bauhof zu. In der Bewilligung enthalten sind städtische Selbsthilfemaßnahmen, etwa zur Wegesanierung oder für Freischneidearbeiten. Ein Trostpflaster hatte Koppmann dabei. "Auch die Personalkosten werden gefördert", beruhigte er. Der Fördersatz des Freistaats für die Gesamtmaßnahme beträgt 50 Prozent. Die Gesamtkosten sind auf circa 25 000 Euro kalkuliert. Auf eine zügige Umsetzung innerhalb eines Jahres hofft Knobloch. Dem Stadtrat stellte er das Konzept in der jüngsten Sitzung vor. Einstimmig segnete das Gremium das Konzept ab. Schon jetzt beginnen die Terminplanungen für die Einweihung im Sommer 2017. Auf dem dann erneuerten Bierloh-Pfad soll es ein großes Waldkinderfest geben.
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