Panzerwettbewerb in Grafenwöhr
Leoparden auf dem Sprung

Ein Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A6 vom Panzerbataillon 104 aus Pfreimd (Kreis Schwandorf) rollt über die Schießbahn auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr. Bild: paa
Politik
Grafenwöhr
11.05.2016
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Grafenwöhr: Truppenübungsplatz |

Beim Wettbewerb auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr sind die Leopardpanzer in der Überzahl. Doch nicht in allen sitzen deutsche Besatzungen.

Zum ersten Mal seit 25 Jahren findet in dieser Woche auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr wieder ein Panzerwettbewerb statt. Doch anders als im Jahr 1991, als zum letzten Mal das Panzervergleichsschießen um die "Canadian Army Trophy" (kanadischer Armee-Pokal) zwischen Nato-Ländern ausgetragen wurde, müssen sich die Teilnehmer beim neuen "Strong Europe Tank Challenge" nicht nur auf den Schießbahnen bewähren.

Zwar zählen auch beim neuen vom US-Heer ins Leben gerufenen "Panzerwettbewerb Starkes Europa" das Können beim Schießen, doch die Teams aus den sechs Ländern müssen weitere Fähigkeiten unter Beweis stellen, unter anderem den Umgang mit atomarer, biologischer oder chemischer Bedrohung und das Verhalten bei Angriffen mit improvisierten Sprengsätzen sowie die Bergung von Verwundeten. Jedes Team besteht aus vier Kampfpanzern mit ihren Besatzungen, in der Regel vier Soldaten.

Neben dem US-Heer ist die Bundeswehr Gastgeber des Wettbewerbs. Für die deutsche Seite betreibt das Panzerbataillon 104 aus Pfreimd (Kreis Schwandorf) eine der acht Stationen. Zudem nimmt ein Zug des Bataillons mit dem Kampfpanzer vom Typ Leopard 2A6 am Wettbewerb teil. Dänemark und Polen sind ebenfalls mit dem Leopard vertreten, allerdings mit dem Typ 2A5. Das US-Heer setzt den Kampfpanzer Abrams M1A2 SEP ein, bemannt von Besatzungen, die derzeit zu Übungen aus den USA nach Europa gesandt wurden. Das italienische Team setzt den Kampfpanzer Ariete ein, die Slowenen den M-84 eine Weiterentwicklung des russischen T-72. Ursprünglich wollten auch Ungarn und Tschechien teilnehmen, doch sie mussten diesmal absagen. Eine Reihe von Ländern hat Beobachter entsandt, darunter Schweden und Kanada.
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