Stadratssitzung Grafenwöhr
Konkreter Entwurf 2017

Politik
Grafenwöhr
22.11.2016
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Eine alte Planung wird neu aufgegriffen. Das freut Planer und Anlieger. Angedacht ist die Verkehrserschließung von Bauland im Ortsteil Gmünd. Der Bauumfang beträgt 577 Meter und beinhaltet Baumaßnahmen im Baugebiet Hinkacker und Hirtacker.

Noch ist es ein Schubladenprojekt. Aber es schadet nicht, dass die Planung neuer Siedlungsstraßen vorankommt, bemerkte Bürgermeister Edgar Knobloch in der jüngsten Stadtratssitzung. Gesagt, getan. Mit einem Planungsauftrag in der Tasche machte sich Michael Wagner vom Architekturbüro Wolfgang Schultes an die Erschließungsplanung für das Baugebiet Hinkacker. Aus alt mach neu, hieß die Devise. Denn schon einmal war die Erschließung im Gespräch. Nun soll das Planungskonzept vergabereif vorangetrieben werden.

Dem Stadtrat stellte Wagner für die Abschnitte Hinkackerweg mit einer Ausbaulänge von 133 Metern, den Putzwinkelweg (109 Meter), den Schulweg (243 Meter) und die Anliegerstraße am Steigl (92 Meter) eine Straßenplanung mit einer Ausbaubreite von 6 Metern vor. Zu beiden Seiten sollen 20 Zentimeter breite Granitzeilen mit drei Zentimeter Höhe die Randbefestigung bilden. Die Wasserver- und Entsorgung ist im Trennsystem geplant. Wagner erläuterte das Konzept eines Regenwasserkanals mit Stauraum und Drosselbauwerk, um Regenwasser in den Entwässerungsgraben am Rande des Baugebietes abzuleiten. Die Schmutzwasserableitung plant der Vertreter des Ingenieurbüros in östlicher Richtung. Unproblematisch sieht Wagner die Wasserversorgung. "Die ist zum Großteil schon verlegt." Endziel sei eine Ringleitung.

Gleiche Höhe


In der Diskussion warnte Stadtrat Thomas Mayer (CSU) vor einer "Homburger Kante". Ältere Leute mit einem Gehwagen seien mit einem Höhenversatz überfordert. Mayer sprach sich deshalb für eine höhengleiche Straßenführung aus. Gegen diesen Vorschlag wandte sich der Planer. "Wir brauchen eine Wasserkante, damit das Oberflächenwasser der Straße nicht in die Privatgrundstücke läuft." Wagner schlug stattdessen alternativ eine Mulde zur Straßenentwässerung vor. Als denkbare Lösung erinnerte der Planer an das "Gössenreuther Modell". Einen Beschluss fasste das Gremium nicht. Zur weiteren Konkretisierung des Planungsentwurfs kündigte der Bürgermeister für Januar 2017 einen Ortstermin des Bauausschusses an. Dann soll es auch eine erste Kostenschätzung geben, versprach Wagner.

"Beschlossene Sache" ist die Änderung des Bebauungsplanes "Birketäcker". Nach einer weiteren Verfahrensbeteiligung der Behörden und der Träger öffentlicher Belange gab es keine Einwendungen. Auf eine Abwägung durch den Stadtrat konnte deshalb verzichtet werden. Die Satzung billigte der Rat einstimmig. Zur Kenntnisnahme diente die Mitteilung der Stadt Auerbach zur Aufstellung eines Bebauungsplanes und zur Änderung des Flächennutzungsplanes. Weil nicht betroffen, gab es auch keine Stellungnahme.

Hartnäckigkeit lohnt sich


Energisch wehrten sich die Städte Grafenwöhr und Pressath gegen die Windkraftfortschreibung des Regionalplanes aus dem Jahre 2012. Ausgewiesen war ein mögliches Vorranggebiet für Windkraftanlagen im Grundwassererkundungsgebiet Dießfurt. In der Neufassung des Teilabschnittes Windenergie des Regionalplanes ist das einmal geplante Vorranggebiet nicht mehr enthalten. Bürgermeister Knobloch verwies auf die nun im Landkreis Neustadt/WN ausgewiesenen Flächen in den Gemeinden Kirchenthumbach, Püchersreuth, Floß, Weiherhammer, Kohlberg und Vohenstrauß. Zum Teilabschnitt Windenergie des Regionalplan-Entwurfes gab es deshalb keine Einwendungen. (Stadtratssplitter)
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