Stadtratssitzung Grafenwöhr
Parken und Pflanzen

Die Planskizze von Architekt Reinhold Krausch: Die Gehweg- und Stellplatzplanung rund um die Raiffeisenbank fand im Stadtrat ebenso Zustimmung wie das Tiefbaukonzept im Kirchensteig und die Vorstellungen zu einer Grünanlage mit der Grafenwöhrer "Strandschönheit". Repro: do
Politik
Grafenwöhr
23.02.2016
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Hand in Hand mit der Raiffeisenbank will der Stadtrat im Umfeld des Geldinstituts die Parkplatzproblematik lösen. Architekt Reinhold Krausch stellte dem Gremium Varianten vor, die auch den Gehweg-Ausbau an der Deyerling-Kreuzung und eine anliegerfreundliche Erschließung des Kirchensteigs berücksichtigen. Auch der Sandgrasnelke will der Stadtrat eine Chance geben.

Im Zufahrtsbereich der Pechhofer Straße und des Kirchsteigs plant der Architekt neben der Raiffeisenbank 14 Pkw-Stellplätze. Grünbereiche mit Hochstämmen sollen das kleine wassergebundene Parkgelände gestalterisch aufwerten. Rasch kristallisierte sich in der Diskussion eine Lösung heraus, die zusätzlich die Sanierung des Kirchensteigs beinhaltet. Gefallen fand der Vorschlag des Architekten, im Kirchensteig eine sogenannte Mittellösung mit einem gepflasterten Gehweg und einer breiteren asphaltierten Zufahrt anzustreben.

Optisch trennt die unterschiedliche Oberflächengestaltung eine Wasserrinne. Die Ausbaukosten in dieser Mischvariante schätzt Reinhold Krausch auf circa 8000 Euro. Auf die Anlieger werde der Teilausbau nicht umgelegt, versicherte Bürgermeister Edgar Knobloch. Für überlegenswert hielt Alexander Stümpfl das Installieren einer Ladestation für Elektroautos. "Ein guter Vorschlag", wie Knobloch feststellte und eine wohlwollende Prüfung zusicherte.

Weitaus länger nahm die Debatte über die Zweckmäßigkeit einer Grünanlage mit Berücksichtigung eines Standortes für die Grafenwöhrer Sandgrasnelke in Anspruch. Vorgesehen ist die "blumige Offensive" neben den geplanten Parkplätzen. Mit einer Größe von circa zwölf mal sieben Metern fällt der Grünbereich eher bescheiden aus. Zwei Pflanzinseln in Nierenform für die neue "Königin" der Grafenwöhrer, Ruhebänke und ein Baum sollen die bisher öde Fläche gestalterisch aufwerten. Das Planungskonzept des Architekten blieb nicht ohne Widerspruch. Zweite Bürgermeisterin Anita Stauber warnte mit Blick auf die "grässlichen Schmuddel-Beete vor der Kirche" vor der Anlage eines Hochbeetes und Thomas Mayer hielt anstelle "dieses pflegeintensiven Projekts" die Ausweisung eines Wohnmobilstellplatzes für sinnvoller. Zu beachten gebe es bei der Anlage der kleinen Grün-Oase, dass die Sandgrasnelke nicht das ganze Jahr blühe, bemerkte dritter Bürgermeister Udo Greim. Das Gesamtkonzept des Architekten fand die einstimmige Billigung des Gremiums. (Stadtratssplitter)

StadtratssplitterFormellen Charakter hatte die Bestätigung des Stadtrats für den von den Aktiven der Feuerwehr neu gewählten Kommandanten Alexander Richter und seines Stellvertreters Carsten Englhardt. Die Bestätigung in Anwesenheit des bisherigen Kommandanten Hans Pappenberger erfolgte einstimmig.

Für die Bauabsichten von Liane und Uwe Tschauner im Baugebiet Rappelhuth bedarf es nun doch keiner Bauvoranfrage. Das Landratsamt empfahl den Bauwilligen wegen einer Inaussichtstellung der Baugenehmigung die Änderung der Bauvoranfrage in einen Bauantrag. Wie bereits für die Bauvoranfrage erteilte der Stadtrat auch für den Bauantrag zum Neubau einer Doppelhaushälfte das gemeindliche Einvernehmen.

Im Informationsteil bedauerte der Bürgermeister das Pflanzdesaster am kulturellen Zentrum. "Die Buchspflanzungen sind von einem Pilz befallen." Auch ein Rückschnitt helfe nicht. Die Stadt hoffe nun auf hilfreiche Vorschläge des Landschaftsarchitekten.

In Abgeschiedenheit zum Wohl der Stadt zueinander finden. Das ist das Ziel einer Klausurtagung, zu der Bürgermeister Edgar Knobloch den Rat einlädt. Geplant ist das zweitägige Treffen am 10. und 11. Juni im Hotel Kastanienhof bei Georgenberg.

Bei der Beteiligung an der PEGA-Gewerbeschau in Kirchenthumbach (22. bis 24. April) sprach sich der Bürgermeister für einen gemeinsamen Info-Stand des Vierstädtedreiecks aus. Diese Kooperation hat bereits Tradition. Knobloch appellierte an die Stadträte, sich für die Mitbesetzung des Kommunal-Standes zur Verfügung zu stellen.

Von 19. bis 21. August geht die Reise einer städtischen Delegation zur Partnergemeinde Grafenwörth. Anlass ist ein Treffen der österreichischen Partnergemeinde mit allen Partnerkommunen. Der Bürgermeister hofft auf eine Beteiligung des Spielmannszugs.

Für den Ortsteil Gmünd kündigte der Bürgermeister die Fortsetzung der Erdarbeiten zur Breitbandverkabelung an. Die Kabelarbeiten beginnen voraussichtlich Ende März. (do)
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