US-Armee schrumpft

Politik
Grafenwöhr
09.07.2015
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Bei den amerikanischen Streitkräften regiert der Rotstift. 40 000 Soldaten und rund 17 000 zivile Stellen sollen wegfallen. Und es drohen weitere Kürzungen.

Die amerikanischen Streitkräfte wollen die Zahl der Heeressoldaten schneller als ursprünglich geplant reduzieren. Bis zum 30. September 2017, dem Ende des Haushaltsjahres 2017, soll deren Zahl auf 450 000 sinken, berichtet die amerikanische Zeitung "USA Today". Zudem werden im gleichen Zeitraum 17 000 zivile Stellen wegfallen. Bei seinem Truppenbesuch in Grafenwöhr (Kreis Neustadt/WN) hatte US-Verteidigungsminister Ashton Carter den Truppenabbau bereits angekündigt, ohne allerdings konkrete Zahlen zu nennen.

Bei der Vorstellung des Verteidigungshaushaltes 2016 im Februar hatte es noch geheißen, die Truppen sollten bis zum 30. September 2018 reduziert werden, schreibt "USA Today". Darüber hinaus könnte ab Oktober eine weitere Reduzierung um 30 000 Soldaten drohen, heißt es. Zuvor habe ein Heeresgeneral bei einer Anhörung im Verteidigungsausschuss des Senats eine Kürzung der Zahl der Soldaten von 490 000 auf 450 000 angekündigt.

Laut "USA Today" sollen vor allem Heeresverbände in Alaska von der Reduzierung betroffen sein. In Europa waren bei den letzten Sparrunden zwei US-Heeresbrigaden aufgelöst worden, je eine in Grafenwöhr und in Baumholder (Rheinland-Pfalz). Zudem hatte das amerikanische Heer erst im Mai angekündigt, dass es Teile der US-Heeresfliegerbrigade in Bayern mit 1900 Soldaten und gut 2859 Angehörigen aus den Garnisonen in Ansbach-Katterbach und Illesheim abzieht.

Zusätzliche Stationierungen von US-Truppen in Grafenwöhr oder im übrigen Europa erteilte Carter bei seinem Besuch eine Absage. Zur Begründung verwies er auf den US-Steuerzahler. (Kommentar)
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