Fußball
Abstiegskampf im Derby

Einen klaren 3:0-Sieg landete die SV Grafenwöhr im Vorrundenspiel beim SVSW Kemnath. In dieser Szene schießt Maximilian Dippl (Mitte), bedrängt von Benjamin Schmid (links) und Kevin Kastl. Bild: G. Büttner
Sport
Grafenwöhr
12.03.2016
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Der Einstieg in die Restsaison birgt Brisanz: Wenn am Sonntag die SV Grafenwöhr und der SVSW Kemnath aufeinandertreffen, geht es um mehr als ums Prestige.

Grafenwöhr/Kemnath. (af/seb) Das nordoberpfälzer Bezirksliga-Derby wird überlagert vom Abstiegskampf: Beide Kontrahenten trennen lediglich zwei Punkte. Während Gastgeber Grafenwöhr mit 14 Zählern auf einem direkten Abstiegsplatz steht, liegen die Kemnather mit 16 Punkten auf dem Relegationsplatz.

Beide Trainer wissen um die Bedeutung der Partie. "Meine Mannschaft hat gut in der Vorbereitung gearbeitet und ist heiß auf das Derby", sagt SVSW-Coach Markus Sebald, der aber auch betont:. "Der Gewinner ist längst noch nicht durch und der Verlierer auch noch nicht abgestiegen." Diese Meinung teilt Stefan Richter, "Wir gehen optimistisch in das Spiel", meint der 35-Jährige, der den letztjährigen Vizemeister zur Winterpause übernommen hat. "Aber selbst wenn wir unterliegen würden, wäre noch nichts verloren. Wir haben dann noch elf Spiele."

Die Vorbereitungsphase ist bei der Sportvereinigung ordentlich verlaufen. In fünf Testspielen gab es zwei Siege (2:1 gegen die U19 des FC Amberg, 1:0 gegen USC Bayreuth), ein Remis (1:1 gegen FC Amberg II) und zwei Niederlagen (jeweils 0:1 gegen SV Mitterteich und TSV Kirchenlaibach). "Jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat", fasst Richter seine Eindrücke zusammen. "Der Wille, den Klassenerhalt zu schaffen, ist da. Ich habe den Eindruck, dass die Mannschaft enger zusammengerückt ist." Ein Manko blieb Richter jedoch nicht verborgen. Während die Defensive gut steht, ist die Chancenverwertung verbesserungsbedürftig: "Wir haben viele Chancen, schießen aber zu wenige Tore." Mit Maximilian Dippl (Urlaub) fällt am Sonntag ein Leistungsträger aus. Der Einsatz von Torwart Matthias Pautsch (Zerrung) ist fraglich.

Als "nicht ideal" bezeichnet dagegen Markus Sebald die Vorbereitungszeit. Schwierige Platzverhältnisse ließen beim SVSW keine geordnete Trainingsgestaltung zu. Viel schwerer wiegen aber personelle Probleme, die sich durch die gesamte Vorbereitung zogen. Patrick Eckert wird diese Saison nicht mehr ins Geschehen eingreifen können, der schmerzlich vermisste Nic Reiter verletzte sich erneut am Knie, Ufuk Aran konnte bislang keine Einheit bestreiten, Marco Schäffler und Markus Holzner fallen auf unbestimmte Zeit aus und Torhüter Benny Winkler plagen Rückenprobleme.

Neu im Kader der Schwarz-Weißen ist Marcel Scherl (SC Eschenbach). Vom technisch versierten Mittelfeldspieler verspricht sich Sebald einiges. Den Schwung aus dem letzten 4:0-Testspielsieg über den SC Kirchenthumbach mit in den Punktspielbetrieb zu nehmen, ist Sebalds größter Wunsch.
Jeder weiß, was die Stunde geschlagen hat.SV-Trainer Stefan Richter
Meine Mannschaft hat gut in der Vorbereitung gearbeitet und ist heiß auf das Derby.SVSW-Coach Markus Sebald
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