Fußball
Abstiegskampf im Nord-Derby

Hart umkämpft war das Vorrundenspiel zwischen dem SV Kulmain und der SV Grafenwöhr. Es endete mit einem 3:2-Sieg für die Kulmainer, auch wenn in diesem Luftkampf Jakob Schmidt (links) gegen den Grafenwöhrer Markus Kraus unterlag. Bild: A. Schwarzmeier
Sport
Grafenwöhr
14.05.2016
37
0

Der Abstiegskampf prägt das Nord-Derby: Die SV Grafenwöhr geht halbwegs entspannt in die Partie, der SV Kulmain steht dagegen mächtig unter Druck.

(vl) Nur noch zwei Spieltage sind in der Bezirksliga Nord zu absolvieren. Und dank hervorragender Leistungen seit Beendigung der Winterpause fehlt der Sportvereinigung rechnerisch nur noch ein Punkt, um die allerletzten Zweifel am Ligaverbleib beiseite zu räumen. Dass die Truppe um Stefan Richter die Spannung nicht bis zum letzten Spieltag hoch halten will, versteht sich von selbst. So soll an Pfingstmontag um 15 Uhr im Heimspiel gegen den stark gefährdeten SV Kulmain der theoretisch letzte fehlende Zähler eingefahren werden.

Jedoch handelt es sich um ein Unterfangen mit allerlei Tücken. Die Gäste nehmen seit dem fünften Spieltag permanent einen Abstiegsrang ein und sind mit der Situation bestens vertraut. Zudem zeigt die Formkurve der Gäste nach oben. Schon bei der 2:3-Vorrundenniederlage war zu erkennen, dass mit Kulmain nicht gut Kirschen essen ist. Überhaupt datiert der letzte Grafenwöhrer Sieg gegen Kulmain (1:0) aus der Saison 2013/14.

Keiner der heutigen Akteure beider Mannschaften hat die glorreichen Kämpfe aus den achtziger Jahren in Erinnerung, als auf Grafenwöhrer Seite die Gebrüder Wächter und aufseiten der Kulmainer die Kellner-Geschwister den Taktstock schwangen. Vielleicht gelingt es mit entsprechender Unterstützung von den Zuschauerrängen nochmals ein gewisses Flair mit nostalgischem Hintergrund auf die Sportanlage zu transportieren.

(ak) Das Drehbuch für den Abstiegskrimi mit offenem Ausgang ist geschrieben. Einer der Hauptdarsteller ist zweifellos der SV Kulmain. Die Drechsler-Elf ist in den letzten beiden Spielen zum Siegen verpflichtet, will man den Ligaerhalt noch schaffen. Der erste Akt des Dramas findet bei der nur noch theoretisch für die Teilnahme an der Relegation in Frage kommenden SV Grafenwöhr statt. Bis zur Winterpause war der aktuell Tabellenneunte noch direkter Tabellennachbar in der Abstiegszone. Mit einem fulminanten Schlussspurt ließ man die Abstiegszone hinter sich. Kulmain patzte zwar in den Schlüsselspielen gegen Freudenberg und Katzdorf, spielte aber ebenfalls eine tolle Restrückrunde. Nun ist man zum Siegen verdammt und muss zudem noch auf Ausrutscher von Freudenberg und Wernberg hoffen.

Nervös machen lässt sich aber im Kulmainer Lager keiner. Denn Abstiegskampf und Relegation gehörten in den letzten Jahren zum Ligaalltag am Saisonende. Ein positives Zeichen setzte Kulmain am letzten Sonntag zu Hause mit 4:0 gegen Vohenstrauß. Der zuletzt stark aufspielende Lukas Reger wird aus privaten Gründen ebenso nicht zur Verfügung stehen wie die zwei Langzeitverletzten Dollhopf und Weber. Ansonsten steht Trainer Oli Drechsler der gesamte Kader zur Verfügung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.