Fußball
Nichtabstieg als Auftrag

Nach Bernhard Solter und Interimscoach Roland Schregelmann ist Stefan Richter der dritte Trainer der SV Grafenwöhr in der laufenden Bezirksligasaison. Der 35-Jährige soll den Traditionsverein vor dem Abstieg retten. Bild: G. Büttner
Sport
Grafenwöhr
06.02.2016
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Bei seinem Trainerdebüt im Herrenbereich hat Stefan Richter eine heikle Aufgabe übernommen. Das Grafenwöhrer Eigengewächs ist angetreten, um die Sportvereinigung vor dem Abstieg in die Kreisliga zu retten.

Dass dieses Vorhaben gelingen wird, daran lässt der 35-jährige Richter im Interview mit unserer Zeitung keinen Zweifel. Als letztjähriger Vizemeister gehörte die SV Grafenwöhr zum Saisonstart in der Bezirksliga Nord immerhin zum Favoritenkreis. Niemand hatte auf der Rechnung, dass die Mannschaft zur Winterpause einen Abstiegsplatz belegen würde. Nun ist der B-Lizenz-Inhaber (seit 2013) gefordert, wenn er mit seinem Team noch den Ligaerhalt erreichen will.

Herr Richter, warum ist die Sportvereinigung im bisherigen Verlauf der Meisterschaftsrunde so abgefallen?

Stefan Richter: Einen großen Anteil an der Misere hat das Verletzungspech, wichtige Spieler sind ausgefallen. Es scheint auch keine Grundordnung vorhanden zu sein., obwohl nur zwei Spieler den Verein verlassen haben.

Was macht Ihnen Mut, doch noch den Ligaerhalt zu schaffen, obwohl keine nennenswerten Verstärkungen zur Winterpause gekommen sind?

Richter: Ich kenne die Spieler. Mit einem Teil von ihnen habe sich noch zusammengespielt. Andere habe ich als Jugendtrainer schon betreut. Ich weiß, wie jeder tickt. Meiner Meinung nach ist genügend Potenzial vorhanden, um die Bezirksliga erhalten zu können. Die Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern passt.

Wie ist die Stimmung nach der Winterpause?

Richter: Es herrscht fast eine Aufbruchstimmung. Wir trainieren seit 24. Januar und jedes Mal war der Besuch erfreulich. Jeder Spieler gibt bisher mächtig Gas. Die Mannschaft hat scheinbar begriffen, dass die Lage ernst ist. Jeder hat den Anspruch, Bezirksliga zu spielen. Dies zu verwirklichen, daran arbeiten wir hart. Noch ist nichts verloren. Ich habe viele Ideen. Ich denke auch daran, im Sinne einer Nachhaltigkeit zu arbeiten.

Ist die Verletztenmisere endlich überwunden?

Richter: Nur Stephan Wächter fällt noch für die komplette Rückrunde aus, ansonsten sind alle fit. Wichtig ist, dass Torwart Matthias Pautsch nach seiner Verletzung wieder zurück ist. Zudem haben wir mit Neuzugang Mario Kolumbic vom FC Wernberg einen weiteren Torwart erhalten.

Was wird sich in der Mannschaft und im Umfeld ändern?

Richter: Das Umfeld passt. Im dreimaligem Training pro Woche lege ich viel Wert auf Disziplin. Ich bin ein Fan vom 4-4-2-System und körperlicher Fitness. Mit Schönspielerei kann man nichts gewinnen, deshalb gehen die Erfolge nur über Laufen und Kämpfen. Für mich ist auch eine funktionierende zweite Mannschaft wichtig, ferner brauchen wir noch einen Torwarttrainer.

Wie gehen Sie den Kampf gegen die Heimschwäche an? Es wurde in dieser Saison erst ein Spiel im Sportpark gewonnen.

Richter: Die Spielgestaltung ist immer schwierig, wenn der Gegner tief steht. Wir arbeiten nicht nur an besserer Laufarbeit, sondern auch an der Chancenverwertung. Ein wichtiger Faktor ist, dass Johannes Renner wieder voll mitziehen kann und wir von seiner Torgefährlichkeit profitieren können.

Der Start in die Restrunde am 13. März ist mit dem Heimspiel gegen den kaum besser stehenden Nachbarn SVSW Kemnath eventuell vorentscheidend ...

Richter: In diesem wichtigen Spiel müssen wir zeigen, dass wir wieder da sind. Aber das will auch der Gegner, deshalb brauchen wir wieder die Zuschauer und deren Unterstützung. Wir wollen zeigen, dass es wieder aufwärts geht.

Bezirksliga Nord

1. FC Amberg II 18 51:17 44

2. SV Sorghof 18 47:16 42



3. SV Schwarzhofen 18 50:18 36

4. DJK Ensdorf 18 61:19 33

5. FV Vilseck 18 44:28 33

6. SpVgg Pfreimd 18 35:21 32

7. 1. FC Schwarzenfeld 18 40:30 31

8. SpVgg Vohenstrauß 18 28:34 24

9. SC Katzdorf 18 28:44 23

10. TSV Detag Wernberg 18 26:26 22

11. SV Hahnbach 18 29:35 21

12. SV Freudenberg 18 36:54 20



13. SVSW Kemnath 18 19:45 16

14. SV Grafenwöhr 18 21:32 14

15. SV Kulmain 18 23:39 11

16. SC Luhe-Wildenau 18 4:84 2
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