Abschied von beliebten Grafenwöhrer
Hummel hinterlässt Lücken

Amtierende und ehemalige Stadtratskollegen, Bürgermeister Edgar Knobloch, Feuerwehr, "Hubertus"-Schützen und Mitglieder der Kaminkehrerinnung sowie die Grafenwöhrer Bürger nahmen am Freitag Abschied von Herbert Hummel. Bilder: rgr (2)
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Grafenwöhr
06.06.2016
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Herbert Hummel.

Für die Bürger immer ein offenes Ohr, bei seinen Kollegen im Stadtrat hoch angesehen. Am Freitag erwiesen die Grafenwöhrer Herbert Hummel die letzte Ehre an seinem Grab.

"Bis 1993 hat Herbert Hummel seinen Beruf als Bezirkskaminkehrermeister mit Leidenschaft und Hingabe ausgeübt. Er war in der Kommunalpolitik sehr engagiert und hat viele Jahre seine Frau Elfriede aufopferungsvoll gepflegt", blickte Stadtpfarrer Bernhard Müller beim Trauergottesdienst auf das Leben Hummels zurück. "Jetzt hat er nach seiner Lungenkrankheit sein Ziel bei Gott erreicht, dem er stets vertraut hat."

Hummels fast 30-jähriger Stadtratszeit widmete sich Bürgermeister Edgar Knobloch: "Durch den täglichen Kontakt zu den Bürgern von Grafenwöhr entwickelte er früh seinen Blick dafür, wo der Schuh drückt. Seine offene und gesellige Art machte ihn bei den Bürgern zu einem sehr beliebten Menschen." Im Stadtrat habe er seinen Standpunkt überzeugend vertreten und habe oft als "Zünglein an der Waage" die Geschickte der Stadt gelenkt. "Mit seiner uneigennützigen Art und seiner Fähigkeit, Wogen zu glätten, war er eine Bereicherung für die Grafenwöhrer Kommunalpolitik."

In Grafenwöhr viel bewegt


Es sei hochverdient, dass Hummel 1995 mit der kommunalen Dankurkunde sowie 2007 mit der kommunalen Verdienstmedaille in Bronze ausgezeichnet wurde. Als Stadtrat und dritter Bürgermeister, dessen Amt er zwölf Jahre lang ausübte, habe er sich für viele Projekte engagiert. Knobloch nannte beispielsweise den Bau der Stadthalle, die Altstadtsanierung, die Sanierung des Rathauses sowie des Kasten- und Torschusterhauses, Brückenbauten, die Erweiterung und Sanierung der Kläranlage, den Neubau des evangelischen Kindergartens sowie die Errichtung einer Gruppe in Hütten.

Als dritter Bürgermeister war Hummel der Organisationsleiter bei Festen der Stadt. "Auf ihn war hundertprozentig Verlass, wenn es darum ging, Mammutveranstaltungen wie das Bürgerfest oder die BR-Radltour vorzubereiten." Das Gleiche gelte bei der Städtepartnerschaft mit Grafenwörth. Das Stadtoberhaupt bezeichnete Hummel als "herausragende Persönlichkeit" und sprach seinen Dank aus.

"Engagiert war Herbert Hummel nicht nur als Fraktionssprecher, sondern auch beim Ortsverband der Freien Wähler", würdigte ihn Vorsitzender Thomas Schopf. "Für uns war es eine besondere Ehre, Hummel im Jahr 2007 als erstes Ehrenmitglied zu ernennen." Auch der Landesverband der Freien Wähler Bayern habe die Leistungen mehrmals, zuletzt mit der Ehrennadel in Platin durch die damalige Landtagsabgeordnete Tanja Schweiger, geehrt. "Wir werden unseren Herbert stets im ehrenden Andenken behalten", sagte Schopf.

Vereine nehmen Abschied


Dank und Anerkennung zollte auch die Kaminkehrerinnung, der Hummel seit 1944 angehörte. Stellvertretender Obermeister der Innung Oberpfalz, Karl Winklmann, die Feuerwehr, bei sich Hummel seit 1976 als Fördermitglied einsetzte, sowie Schützenmeister Bernhard Ott von den Hubertus-Schützen, denen er seit 1977 die Treue hielt, dankten Hummel. Eine Lücke wird der Grafenwöhrer auch beim Stammtisch "Flaschisten" hinterlassen, dem er 1976 beigetreten war. "Es is' Feierabend", sang der Chor und spielte die Stadtkapelle.
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