Beerdigung von Christoph Gradl
Öffentliches Leben geprägt

Familie, Freunde, Verwandte sowie Vertreter von Stadt und Vereinen nahmen am Grab Abschied von Christoph Gradl. Bild: mor
Vermischtes
Grafenwöhr
14.03.2016
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"'S ist Feierabend", sang Anita Stauber in der Friedenskirche, die Stadtkapelle stimmte das Lied an Christoph Gradls Grab an. Pfarrer Bernhard Müller und Redner würdigten beim Requiem das Wirken des verstorbenen Fliesenlegermeisters und engagierten Grafenwöhrers.

Familie, Verwandte, Mitarbeiter, Stadt, Vereine und viele Grafenwöhrer nahmen Abschied von Christoph Gradl. 76-jährig war der Handwerksmeister vergangenen Montag gestorben. Mit Ruhestandgeistlichem Monsignore Karl Wohlgut zelebrierte Stadtpfarrer Bernhard Müller den Trauergottesdienst. Nie habe er eine Bitte um Hilfe abgeschlagen, mit Umsicht und Einsatz meisterte er seine Firma, blickte Pfarrer Müller in der Predigt auf das Leben Gradls zurück. "Der Tod hat nicht das letzte Wort, sondern Jesus", ging der Prediger am Beispiel der Auferweckung des Lazarus' auf die Grundsätze unseres Glaubens ein.

"Die Stadt Grafenwöhr hat Christoph Gradl viel zu verdanken", stellte Bürgermeister Edgar Knobloch fest. 18 Jahre gehörte Gradl dem Stadtrat an, Projekte wie die Stadthalle und das Waldbad seien in dieser Zeit verwirklicht worden. Diese begleitete der Verstorbene mit seinem Fachwissen als Handwerker. "Christoph Gradl hat das öffentliche Leben viele Jahre mit geprägt", sagte Knobloch.

Ein offenes Ohr hatte Christoph Gradl für die Vereine: 53 Jahre gehörte er der Königlich-privilegierten Feuerschützengesellschaft Hubertus an, würdigte Schützenmeister Bernhard Ott das Engagement. Zeit für die Politik nahm sich der gebürtige Grafenwöhrer in der CSU, der er seit 1960 angehörte. Er war Stadtrat, 22 Jahre stellvertretender Ortsvorsitzender und wurde schließlich zum CSU-Ehrenmitglied ernannt. "Christoph Gradl brachte Würze und Humor in manch trockene Debatte und war ein begeisterter Reisefreund", wusste CSU-Ortsvorsitzender Gerald Morgenstern. Einen Dank richtete die CSU an Erika Gradl und die Familie für die gewährte Unterstützung beim politischen Engagement. "Wer in Gedanken weiterlebt, ist nicht tot, sondern nur fern", stellte Thomas Ernstberger von der Reservistenkameradschaft heraus. 40 Jahre war Gradl Mitglied bei den Reservesoldaten. "Servus Christoph, ruhe in Frieden", sprach Willi Gottschalk für den Stammtisch der "Flaschisten". Neben der Familie bedeutete ihm sein Stammtisch alles, war sich Gottschalk sicher, der auch die Hilfsbereitschaft und Selbstlosigkeit des "Flaschisten"-Gründungsmitglieds betonte. 58 Jahre stand Christoph Gradl als aktives und später als förderndes Mitglied der Grafenwöhrer Feuerwehr zur Seite, wusste stellvertretender Vorsitzender Markus Englhardt. Markus Schatz vom TSV Gmünd beendete die Reihe der Redner, er dankte dem Sportkameraden und Gründungsmitglied für seine Treue zum Verein.

Fahnenabordnungen und die Stadtkapelle unter Leitung von Hans Rettinger geleiteten den Trauerzug zum Friedhof. Die Lieder vom treuen Kameraden und vom Feierabend waren der letzte musikalische Gruß.
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