Bei der Halloweenparty klauten Diebe fremde Jacken
Sturm auf die Garderobe

"Mit der Halloweenparty waren wir sehr beschäftigt." Zitat: Reiner Striegl, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Eschenbach
Vermischtes
Grafenwöhr
01.11.2016
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Es sollte eine fröhliche Halloweenparty werden. Tatsächlich kam dann aber die Polizei ins Schwitzen und viele Gäste mussten frieren: Seit der Feier am Freitagabend in der Stadthalle vermissen sie ihre Jacken. Für den Heimweg bei niedrigen Temperaturen besonders unangenehm.

Kurz vor Schluss der Party, gegen 2.30 Uhr, ging die Rückgabe der Jacken an der Garderobe einigen Besuchern wohl nicht schnell genug - sie stürmten die Garderobe und nahmen nicht nur eigene Kleidungsstücke mit. "Es können 10 oder auch 20 Leute gewesen sein", sagt ein Sprecher des Veranstalters Blakk Spade Entertainment Grafenwöhr am Montag am Telefon. Zu diesem Zeitpunkt hätten fünf oder sechs Mitarbeiter an der Garderobe gearbeitet, erklärt der junge Mann, der seinen Namen unserer Zeitung gegenüber nicht nennen wollte. "Es war viel los", erzählt er. Zwei Sicherheitsleute der Firma Intercept-Security aus Bayreuth hätten in das Gerangel eingegriffen. Auch die Polizei sei informiert worden.

Einige Besucher mussten die Halloween-Party schließlich ohne Jacke verlassen. Auf Facebook suchen Partygänger nun zum Teil mit Fotos, nach ihren Jacken. Ein Nutzer schreibt, dass er vom Garderobenpersonal gebeten wurde, doch selbst nach seinem Kleidungsstück zu suchen.

Es seien aber auch "circa 20 Jacken liegen geblieben", sagt der Veranstalter. Über Facebook rief er die Besitzer dazu auf, sie am Montag bei ihm abzuholen. Ein weiterer Besucher schreibt in dem Netzwerk, dass er vergessene Jacken an sich genommen habe und die Betroffenen sie bei ihm wiederbekommen.

"Bisher haben wir keine Anzeige wegen eines Diebstahls", sagt Reiner Striegl am Montag. Der Sturm auf die Garderobe sei allerdings nicht das einzige Problem bei der Feier gewesen. "Mit der Halloweenparty waren wir sehr beschäftigt", erklärt der Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Eschenbach. Immer wieder gab es Rangeleien, zum Beispiel wenn Gäste - viele davon betrunken - in die Shuttlebusse einsteigen wollten. Sogar einige Körperverletzungen zählte die Polizei. Die Polizisten mussten immer wieder eingreifen, auch an der Garderobe.

Dass zu wenig Security am Freitagabend im Einsatz war, bestreitet der Veranstalter. Für die 650 bis 700 Gäste seien 12 Sicherheitsleute ausreichend. 14 waren vor Ort - "mehr als man braucht." Marvin Mösinger, Inhaber von Intercept-Security, wollte keine Angaben zur Party machen.

Mit der Halloweenparty waren wir sehr beschäftigt.Reiner Striegl, Dienststellenleiter der Polizeiinspektion Eschenbach
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