Benno Englhart und Klaus Rosner als musikalische Botschafter in Asien unterwegs
Von Grafenwöhr nach Südkorea

Vermischtes
Grafenwöhr
24.07.2015
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(myd) Am Sonntag, 26. Juli, geht's los. An diesem Tag reisen die beiden Dipl.-Musiker und Musiklehrer Benno Englhart und Klaus Rosner nach Südkorea, im Gepäck eine Trompete, ein Alphorn und jede Menge Perkussion-Sticks. Ein Marimba wird dem Oberpfälzer in Korea vor Ort zur Verfügung gestellt. Über Maria Seidl, einer gebürtigen Pressatherin, die durch die Arbeit ihres Ehemanns seit drei Jahren in Seoul/Südkorea lebt, entstand der Kontakt nach Asien.

Wie kommen Sie zu einer Einladung aus Südkorea?

Benno Englhart: Im vergangenen Jahr unternahm ich mit den Hahnbacher Marktbläsern, deren musikalischer Leiter ich bin, eine Konzertreise nach Südkorea. Dort haben sich viele angenehme Gespräche und interessante Kontakte ergeben. Besonders beeindruckt zeigten sich die Koreaner von den Stücken mit Alphorn und Blasorchester. Im Frühjahr erreichte mich die Einladung zu Musikfestivals in Jangheung und Kangjin im Süden des Landes. Mit dem Schlagzeuger und Perkussionisten Klaus Rosner reist ein super Kollege mit.

Was bekommen die Südkoreaner von Ihnen zu hören?

Ein ansprechendes und auch anspruchsvolles Programm und einige Welt-Uraufführungen. Da es für Marimba/Trompete in der Musikliteratur nicht viel gibt, habe ich einige Stücke umarrangiert. Beispielsweise ist das Bravourstück für Trompete "Karneval von Venedig" ursprünglich für Klavierbegleitung geschrieben. Klaus übernimmt den Part jetzt am Marimbaphon. Auch ein "Arirang", haben wir für unsere Instrumente umgeschrieben und im Programm. Die meisten Städte in Korea haben ein eigenes Arirang (eine Art Hymne). Wir interpretieren das "Seoul-Arirang".

War den Menschen in Korea das Alphorn bereits bekannt?

Ja, es gibt einige Alphornspieler und sogar einen koreanischen Jodelklub. Im letzten Jahr haben wir wenn möglich immer wieder gemeinsam mit den einheimischen Musikern Stücke zum Besten gegeben. Für unsere kommende Konzertreise wurden wir auch gebeten, Workshops in Trompete, Alphorn und Marimba anzubieten. So können wir uns ein wenig für die Gastfreundschaft revanchieren. Bei den Festivals sind auch Auftritte mit einheimischen Alphornspielern im Alphorn-Trio vorgesehen.

Wie etwa wird Ihr Aufenthalt verlaufen?

Nach der Ankunft werden wir einige Tage in Seoul bei Maria Seidl und ihrem Mann Alfred verbringen. Bereits dort finden zusammen mit dem Opernsänger Lee Kyungoh, den ich auch im letzten Sommer kennengelernt habe, erste Konzerte statt. Nach drei Tagen geht die Reise weiter in Richtung Süden nach Jangheung und Kangjin. Danach verbringen wir noch ein paar Tage auf der Insel Jeju. Auch dort sind Konzerte mit Lee Kyungoh geplant.

Sie haben das Land ja bereits kennengelernt. Worauf freuen Sie sich besonders?

Auf die Menschen, die wir bereits im letzten Jahr kennengelernt haben, und auf viele neue Begegnungen, auf das einheimische Essen, aber eigentlich auf Alles.
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