BRK-Haus eingeweiht
Grafenwöhrer Rettungszentrum

Zahlreiche Gäste, die sich mit dem Roten Kreuz verbunden fühlen, waren gekommen. Bilder: az (2)
Vermischtes
Grafenwöhr
17.10.2016
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Nahezu 16 Jahre hat es vom Wunsch nach einem neuen Heim für die Grafenwöhrer Bereitschaft des Roten Kreuzes bis zum fertigen Gebäude gedauert. Für Leiter Hermann Regler war die offizielle Eröffnung des Hauses am Sonntag deshalb ein Tag, der in die Geschichte des BRK eingehen wird.

So viele Menschen auf einmal waren wohl noch nicht in die Ludwig-Schmidt-Straße gekommen. Dank des sonnigen Wetters konnten die Gäste teils im Freien dem Zeremoniell mit Ansprachen, Würdigungen und Spende des kirchlichen Segens für das BRK-Bereitschafts-Haus beiwohnen. Im Jahr 2000 sei zum ersten Mal der Wunsch nach einem solchen Gebäude in Grafenwöhr geäußert worden, im März 2015 dann endlich der Spatenstich. Lob zollte Regler dem ehemaligen Bürgermeister Helmuth Wächter, "der von Anfang an von dem Vorhaben begeistert war und sich mit uns auf die Suche nach einem geeigneten Grundstück begab". Als Ideallösung sei das Gelände der Feuerwehr in Betracht gekommen. Regler erläuterte die Notwendigkeit eines eigenen Gebäudes so: Die Zunahme an Aufgaben, Vorhaltung an Material und Ausstattung, Anforderungen an die Ausbildung sowie ein fester Standort für das Fahrzeug der Schnelleinsatzgruppe Transport hätten die Dringlichkeit eines eigenen Hauses gerechtfertigt. Durch die Nähe der Feuerwehr sei "ein Rettungszentrum zum Wohle der Bevölkerung" entstanden.

Dankbar war er für die vielen Spenden aus der Bevölkerung, von Raiffeisenbank und Sparkasse, Grafenwöhrer Firmen sowie aus der Rotkreuzfamilie selbst. Die Ehrenamtlichen hätten "durch ihre tatkräftige Mitarbeit in über 5000 Arbeitsstunden den Bau erst möglich gemacht" und die Baukosten erheblich reduziert. "Der gesamte Innenausbau samt Installation sowie Außenanlagen wurden in Eigenleistung erstellt." Regler dankte Alfons Kammerer, Gerhard Regler, Willi Hacker und Ludwig Brunner, die als Nichtmitglieder jeweils über 100 Stunden in das Bauwerk investiert haben, mit der BRK-Ehrenplakette in Silber.

Für die Unterstützung dankte Regler außerdem Alois Gradl, Tassilo Heimberg, Peter Fleischmann, Reiner Bauer, Fabian Brunner, Christian Busch, Karl-Heinz Kammerer, Gerhard Suttner, Christian Simon, Matthias König und Anni Zeitler mit einer Flasche "Rotkreuzwein".

BRK-Kreisvorsitzender Simon Wittmann würdigte ebenfalls "das großartige Engagement und Gemeinschaftsgefühl", Spenden und Eigenleistungen betreffend, und war überzeugt, ohne diese "hätte das Haus locker 500 000 Euro gekostet". Lob hatte auch Bürgermeister Edgar Knobloch parat, der von einer unfallfreien Rekordbauzeit sprach. Er erinnerte an den Brand in der Eichendorffstraße im Sommer, bei dem mit der Rettung von 35 Personen das neue Haus "eigentlich schon eingeweiht" wurde und sozusagen den ersten Härtetest bestanden habe. Dem BRK-Kreisverband überreichte Knobloch einen Investitionszuschuss der Stadt von 25 800 Euro und namens der Sparkasse einen Scheck von 1500 Euro. Stadtpfarrer Bernhard Müller und sein evangelischer Amtsbruder, Dr. André Fischer, segneten das Haus.
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