Elisabeth Gottsche kündigt bei Sozialer Stadt
"Es geht an die Substanz"

Elisabeth Gottsche. Bild: rgr
Vermischtes
Grafenwöhr
29.11.2016
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Fünf Jahre hat sie als Quartiersmanagerin für die Sozialen Stadt gearbeitet. Persönliche Probleme von Migranten oder Senioren bestimmten oft die Gespräche. Viel, aber nicht alles, konnte gelöst werden. Manchmal habe sich Elisabeth Gottsche wie in einem "Hamsterrad" gefühlt. Jetzt legt sie ihr Amt nieder.

(rgr) Zum 31. Dezember hat Gottsche ihre Arbeit bei der Sozialen Stadt gekündigt. Bei der Quartiersbeiratssitzung blickte sie auf die vergangene Zeit zurück und zog ein Fazit: "Es geht an die Substanz." Sie erläuterte dies so: "Die Migranten sind mit der Bürokratie überfordert." Dies habe sich besonders bei den Anträgen für Hartz IV, bei der Krankenversicherung und bei auftretenden Mietschulden gezeigt. "Ich habe beim Verfassen des Lebenslaufes und bei Vorstellungsgesprächen geholfen und war in Kontakt mit der Schuldnerberatung, dem Jugendamt und dem Bürgerladen", erklärte die Quartiersmanagerin.

Bei der Sozialen Stadt wurden Familienfrühstücke, Gesundheitsvorträge, Rückengymnastik und Prävention durch die Polizei angeboten sowie eine Handarbeitsrunde gegründet. Aktiv sei das Team auch beim Adventsmarkt, beim Waldkinderfest, bei der PEGA in Grafenwöhr, bei der Ü 50-Messe, beim 650. Stadtjubiläum, beim Ferienprogramm der Stadt und beim Stadtentwicklungskonzept dabei gewesen. Gottsche berichtete zudem von Projekten der Mittelschule, die zusammen mit den Senioren auf die Beine gestellt wurden.

Damit sich auch Kinder auf Weihnachten freuen können, deren Familien finanziell nicht so gut dastehen, gibt es eine Wunschzettelaktion. "Sie läuft", erklärte die Leiterin des Bürgerladens, Monika Sebald. Ab sofort sind die Wunschzettel bei den Sparkassen Grafenwöhr, Pressath und Eschenbach erhältlich. Beim Adventsmarkt der Stadt Grafenwöhr am 3. Dezember werden sie außerdem am Stand des Bürgervereins angeboten. "136 Kundenkarten wurden ausgegeben. Mit einer Kundenkarte kann im Bürgerladen eingekauft werden. Momentan nutzen dieses Angebot etwa 50 bis 55 Leute pro Öffnungstag", informierte Sebald.

Außerdem teilte Sebald die Veränderungen beim Flohmarkt mit: "Dieser wird bald im Wittmann-Haus (gegenüber Markt Pappenberger) stattfinden. Anfang Dezember wird mit dem Umzug begonnen. Die Eröffnung soll am 14. Januar mit Kaffee und Kuchen sein. Die Einnahmen beim Flohmarkt werden gebraucht, da auch die Miete für den Bürgerladen bezahlt werden muss", informierte die Leiterin. Abschließend teilte Stadt- und Kreisrat Gerald Morgenstern mit, dass der Kreis eine Bezuschussung für die Miete in Aussicht gestellt hat.

Einen Nachfolger für Gottsche gibt es noch nicht, die Stelle werde aber wieder besetzt, teilte zweite Bürgermeisterin Anita Stauber mit.
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