Erinnerungen auf Papier
Elfriede Krapf übergibt Uniform und Bücher an Museum

Elfriede Krapf überreichte Heimatvereinsvorsitzendem Willi Buchfelder (links) eine 120 Jahre alte Feuerwehr-Uniform. Mitgebracht hatte sie aber auch selbst geschriebene Geschichten über Haag. Unser Bild zeigt zudem von rechts: Reinhard Trauner, Willi Gottschalk und Hermann Dietl. Bild: rgr
Vermischtes
Grafenwöhr
02.07.2016
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Viele Erinnerungen hat Elfriede Krapf an ihr Zuhause, das für sie in Haag war - eine ehemalige Siedlung im Grafenwöhrer Truppenübungsplatz. Bei einem Besuch im Oberpfälzer Kultur- und Militärmuseum erzählte sie von den "Haager Geschichten", die sie selbst geschrieben hat. Krapf überreichte dem Heimatvereinsvorsitzenden Willi Buchfelder zudem eine 120 Jahre alte Feuerwehr-Uniform aus Mühlhausen bei Neumarkt. Auch ein paar Bücher gehören nun zum Bestand des Museums.

"Niemand konnte sich der Atmosphäre entschlossener Bürgerlichkeit entziehen, die im Gemeindeamt bei Handwerkern, Händlern und in den Geschäftshäusern dominierte. Nichts Unnützliches gab es da. Es war eine kleine Welt für sich. Dabei ereigneten sich Begebenheiten, die anderswo nicht vorkommen konnten, die so originell und typisch für die Bewohner von Haag waren", erzählte die Autorin. Das Herzstück sei die Kirche "Zum heiligen Veit" am Rande des großen Dorfplatzes gewesen.

Das Dorf beschreibt Krapf als ein "vollendetes Bild herber Schönheit". Wo sich der Bach Frankenohe ergoss, war an der tiefsten Stelle des Ortes eine Schwemm (Moorlandschaft) entstanden, die zum Tummelplatz für Tiere wurde. Als die Haager 1938 ihr Dorf für immer verlassen mussten, grüßten sie laut Krapf zum letzten Mal die Linden vom Kreitberg. Aber auch sie wurden gesprengt. Nur der Friedhof am Kalvarienberg überdauerte die Zeit.
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