Erntedank die Gmünd
Die Welt fröhlicher machen

Vermischtes
Grafenwöhr
11.10.2016
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Es war eine "verdankte" Stunde. Wie ein goldenes Band zog sich die Dankbarkeit durch den gesamten Familiengottesdienst. Die Filialgemeinde Gmünd feierte am Sonntag - später als andere - Erntedank.

Gmünd. Kindergarten- und Schulkinder gestalteten den Gottesdienst mit Innigkeit. Sie fanden damit das Wohlwollen der Gläubigen, die am Schluss kräftig applaudierten. Der Kinderchor "Cantare et Vivere" aus Hütten setzte dazu gefühlvoll die passenden Akzente.

Zelebrant Ruhestandspfarrer Hans Bayer legte symbolisch die Anliegen und den Dank in den Kelch am Altar. Das prächtige Arrangement von Früchten aus Feld und Garten war Sinnbild eines guten Erntejahres. Im Bußakt und den Kyrierufen sprachen die Kinder Egoismus, Selbstverständlichkeit, Geringschätzung und Gleichgültigkeit gegenüber den Menschen und der Schöpfung an.

"Gottes Gaben sind ein Geschenk und dafür sollten wir ihm auch dankbar sein", leitete der Pfarrer auf ein kleines Spiel der Kindern über. Dabei verwies er auf ein großes Geschenkpaket neben ihm. Was mag darin wohl enthalten sein? Die Kleinen durften der Reihe nach in die Box greifen, während Schulkinder den jeweils passenden Text vortrugen. So kamen zum Vorschein: Ein Mensch-ärgere-dich-Spiel, ein Laib Brot, eine Decke, eine Rose, eine Uhr, ein Smiley und ein Kreuz. "Ein Kreuz als Geschenk? Welch eigenartiger Gedanke", überlegte David Raß. "Und doch, das Kreuz bleibt für uns Christen das Hoffnungszeichen. Aus Jesu Leid, Tod und Auferstehung erwächst neues Leben. Dank sei dir guter Gott dafür", meinte der Bub. Tim Neubauer holte aus dem Paket schließlich eine leere Glasschale. Alle Gläubigen waren eingeladen in einer kurzen Stille ihren persönlichen Dank da hineinzulegen.

Einfache Worte


"Sag doch einfach mal danke", die Meditation nach der Kommunionfeier, vorgetragen von Fiona Walberer, stimmte nachdenklich. Siebzehnmal mahnte die Schülerin mit diesem einfachen Satz die Gläubigen, das kleine Wort aus fünf Buchstaben in den Alltag zu integrieren - und die Welt würde heller, fröhlicher, wärmer, staunenswerter, friedlicher. "Sag doch einfach mal danke - sag's doch", bat Fiona förmlich.

Jeder durfte sich zum Schluss eine Bastelvorlage für einen Gebetswürfel mit nach Hause nehmen. Pfarrer Hans Bayer sagte seinerseits Dank: an Birgit Walberer und Corina Hausner-Anderson für die textliche Ausarbeitung und Vorbereitung mit den Kindern, den Ministranten für den gefälligen Erntealtar sowie Hans Speckner von der Stadtmühle für das Backen von Minibroten zugunsten eines Entwicklungshilfeprojektes.

Gottes Gaben sind ein Geschenk und dafür sollten wir ihm auch dankbar sein.Ruhestandspfarrer Hans Bayer
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