Feuer in der Eichendorffstraße
Schuppen und Autos ausgebrannt

Vermischtes
Grafenwöhr
16.06.2016
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"Zwischen den Blöcken" hat es gebrannt - der Schock sitzt tief bei den Anliegern. Am Morgen nach dem verheerenden Brand stehen sie vor den Trümmern und Autowracks, sind verzweifelt aber auch dankbar, dass keine Menschen zu Schaden gekommen sind.

Am Mittwochnachmittag dampft es noch aus dem fast vollständig niedergebrannten Schuppen zwischen der Eichendorffstraße 15 und 17. Fahrräder, Autoreifen, Möbel, Koffer, Brennholzreste und alte Öfen sind zwischen verkohlten Balken zu erkennen. Die Feuerwehrleute um stellvertretenden Kommandanten Carsten Engelhardt sind noch mit ihren Einsatzfahrzeugen vor Ort - und das seit 2 Uhr nachts. Sie beseitigen geborstene Glasscheiben, reinigen das Umfeld und unterstützen die Ermittler der Kripo, die bereits vor Ort sind, um nach der Brandursache zu suchen.

Der alte, knochentrockene und mit Dachpappe eingedeckte Holzschuppen brannte bei ihrem Eintreffen bereits lichterloh. Die Flammen schlugen über die dreigeschossigen Blöcke hinaus, enorm war die Hitzeentwicklung. Engelhardt erkennt jetzt auch die Ursachen für kleinere Explosionen während der Löscharbeiten: Spraydosen und Autoreifen. Nur vier Meter ist die Hausfassade entfernt, der erst vor kurzem angebrachte Vollwärmeschutz ist unter dem Putz zum Teil weggeschmolzen. Die letzte Scheibe der ebenfalls neuen Kunststofffenster mit Mehrfachverglasung hat der Hitze auch wegen der Kühlung aus mehreren Strahlrohren standgehalten. Nicht auszudenken was passiert wäre, wenn das Feuer nach innen auf Vorhänge und Einrichtung geschlagen wäre, betrachten Adjutant Engelhardt und seine Feuerwehrkollegen die Hausfassade.

Durch das laute Krachen des Feuers wurden die Anlieger aus dem Schlaf gerissen, sie alarmierten dann die Nachbarn. Ronald Rebitz musste direkt in die Wohnung seiner Mutter, um sie zu wecken. Danach konnte er sein Fahrzeug mit einigen Schäden noch von der Brandstelle fahren. Das Auto von Mutter Bärbel Rebitz brannte vollkommen aus.

Auch Günter und Tanja Schönmann standen am Morgen vor den abgebrannten Autowracks. Alle sind heilfroh, dass niemand zu Schaden kam. Groß war auch die Nachbarhilfe, Anliegerin Paula Ignatz ist bei der morgendlichen Nachbetrachtung ganz angetan: "Was haben wir doch für eine gute Nachbarschaft, jeder hat den anderen geholfen, so konnten auch die Älteren schnell aus ihren Wohnungen."

"Das war knapp, wir müssen alle dankbar sein, dass nicht Schlimmeres passiert ist, Feuerwehr und Rettungskräfte haben schnell und beherzt eingegriffen", kommentiert Bürgermeister Edgar Knobloch den Einsatz, er wurde nachts alarmiert und betrachtete am Morgen die Trümmer. Das Rote Kreuz hat spontan für die Anlieger das noch nicht mal ganz fertiggestellte Rot-Kreuz-Heim am Feuerwehrhaus zur Verfügung gestellt.

Bilder vom Großbrand und weitere Informationen finden Sie hier.
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