Grafenwöhr: US-Soldat prallt in Gegenverkehr - 52-jähriger Familienvater erlitt tödliche Verletzungen
Tödliche Kollision

Keine Chance hatte ein 52-jähriger Familienvater am Mittwochmorgen: Auf der B 299 bei Hütten prallte ein US-Soldat mit seinem BMW in dessen Smart. Bild: xri
Vermischtes
Grafenwöhr
01.04.2015
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Vermutlich war der US-Soldat am Mittwochmorgen zu schnell unterwegs. Auf glatter Straße geriet er bei Hütten auf die Gegenfahrbahn und prallte mit seinem BMW in einen Smart. Dessen Fahrer, ein 52-jähriger Familienvater, erlitt tödliche Verletzungen.

Notarzt und BRK kämpften vergeblich um das Leben des Mannes aus dem westlichen Landkreis Neustadt/WN. Der 52-Jährige war in seinem Auto eingeklemmt und musste mit der Rettungsschere von der Feuerwehr Grafenwöhr befreit werden, nachdem ein 29-jähriger Amerikaner um 5.30 Uhr auf der B 299 mit seinem BMW in den Kleinwagen gerast war.

Unfallverursacher erlitt leichte Verletzungen

Der US-Soldat fuhr von Kaltenbrunn Richtung Grafenwöhr, als er in einer langgezogenen Linkskurve bei abschüssigem Fahrbahnverlauf kurz vor Hütten auf die Gegenfahrbahn kam. Dort stieß der neuwertige 1er BMW mit dem entgegenkommenden Smart Fortwo zusammen. Der Unfallverursacher konnte sich selbst aus seinem Auto befreien. Er erlitt leichte Verletzungen und wurde vorsorglich ins Klinikum Weiden eingeliefert.

Nasse und glatte Straße

Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Weiden wurde ein Gutachter hinzugezogen. Ein Alkoholtest bei dem US-Soldaten verlief negativ. "Als Unfallursache kommt möglicherweise nicht angepasste Geschwindigkeit bei widrigen Straßen- und Witterungsverhältnissen in Frage", heißt es im Polizeibericht. Zum Unfallzeitpunkt herrschten Temperaturen um den Gefrierpunkt. Die Fahrbahn war durch leichten Schneefall nicht nur nass, sondern auch glatt. Zudem hat der starke Westwind in dem abschüssigen Fahrbahnbereich für ein verstärktes Gefrieren der Nässe gesorgt. Näheres wird aber erst ein Gutachten ergeben. Beide Fahrzeuge waren mit Winterreifen ausgestattet. Den Gesamtschaden schätzt die Polizei auf rund 30 000 Euro.

Umleitung bei Kaltenbrunn

Der Streckenabschnitt auf der Bundesstraße 299 musste über einen längeren Zeitraum gesperrt werden. Der Verkehr wurde bei Hütten und Kaltenbrunn von der Feuerwehr umgeleitet. Im Einsatz waren die Rettungskräfte aus Hütten, Grafenwöhr, Kaltenbrunn und die Feuerwehr der US-Army Grafenwöhr. Das BRK war mit zwei Rettungswagen und einem Notarzt an der Unglücksstelle. Die Polizei Eschenbach nahm den Unfall auf. Zudem war die US-Militär-Polizei aus Vilseck vor Ort. Die Polizei bittet die Verkehrsteilnehmer aufgrund des Unfalls, auch in den nächsten Tagen mit glattem Untergrund zu rechnen und vorsichtig zu fahren. Zudem halten es die Ordnungshüter für ratsam, die Winterreifen vorerst nicht zu wechseln.
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