Heimatverein blickt auf 2015 zurück

Heimatvereinvorsitzender Wilhelm Buchfelder hat gut Lachen - das Museum wurde rechtzeitig fertiggestellt. Bild: mbi
Vermischtes
Grafenwöhr
28.01.2016
82
0

2331 ehrenamtliche Handwerkerstunden steckten die Mitglieder des Heimatvereins allein im abgelaufenen Geschäftsjahr in Umbau und Neukonzeptionierung des Museums. Die Wiedereröffnung am 17. Oktober war das Ziel.

Mit gegenseitiger Unterstützung und großem Zusammenhalt erreichten die Mitglieder das auch. Die Öffnungszeiten sind seit Januar von 14 bis 17 Uhr erweitert. Vor 75 Mitgliedern berichtete Heimatvereinsvorsitzender Wilhelm Buchfelder in der Jahreshauptversammlung im Hotel zur Post von einem sehr anstrengenden und arbeitsreichen Jahr.

Vorträge und Feste


Nach mehrjähriger Planung und weit über 5000 ehrenamtlich geleisteten Arbeitsstunden ist man erschöpft, aber glücklich im Ziel angekommen. Mit Dr. Christian Schölzel von "Culture and more" konnte das Museum im altehrwürdigen Kastenhaus fertiggestellt und der Öffentlichkeit präsentiert werden. Stellvertretend für alle Mithelfer bedankte sich Buchfelder besonders bei drei Mitgliedern: Reinhold Müller, der oftmals auch zu den "unmöglichsten Zeiten" bei der Arbeit im Museum anzutreffen war; Ehrenmitglied Reinhard Trauner für dessen großartiges Engagement in der Konzeptgruppe und der Digitalisierung von mehr als 5000 Dias und Monsignore Karl Wohlgut für seine Mitarbeit am religiösen Teil der Ausstellung, besonders für seine Ausarbeitung mehrerer Chroniken.

Zu den Umbauarbeiten gab es "nebenbei" weitere kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen. Die dem Heimatverein angeschlossenen Grafenwöhrer Schnitzer und die Klöppelfrauen ließen sich beim Ostermarkt über die Schulter schauen. Ein dekorierter Osterbrunnen zog nicht nur die Blicke amerikanischer Familien auf sich. Zum 70. Jahrestag der Bombardierung der Stadt berichteten im Museum Zeitzeugen von ihren schrecklichen Erlebnissen. Das Interesse der Zuhörer war so groß, dass nicht alle im Museum unterkamen. Buchfelder ließ durchblicken, dass die beengten Raumverhältnisse vielleicht noch durch einen weiteren Anbau beseitigt werden könnten.

Beim Novem-Firmenfest wurden Gäste aus China, Honduras, Mexiko, Italien, Slowenien und Tschechien durch den Militärteil des Museums geführt. Neben der Beteiligung am Adventsmarkt wurde auf die noch bis Ende Januar aufgebaute Sonderausstellung des Deutschen Klöppelverbandes hingewiesen. Ein besonderes Dankeschön ging an das stets offene Ohr von Bürgermeister Edgar Knobloch, an den Stadtrat und die Stadtverwaltung. Dank galt auch der Deutschen Militärischen Vertretung (DMV) für die Genehmigung und Unterstützung von sieben Truppenübungsplatzfahrten. 2016 stehen noch Restarbeiten im Museum an. Montags um 18 Uhr werden Exponate gereinigt, gesichtet und registriert. Jede helfende Hand ist willkommen.

Ostermarkt und Backofenfest


Weiterhin sind für 2016 eine Videoüberwachung und die Fertigstellung der Zoiglstube geplant. Für den 13. März steht im Museum und im Innenhof ein Ostermarkt auf dem Programm. Das Backofenfest ist für den 12. Juni anberaumt. Zusätzlich zu den Truppenübungsplatzfahrten soll es wieder einen Tagesausflug geben. Als Höhepunkt wird über eine Neuauflage des Schönbergfestes im Juli diskutiert. Eine Bilderschau zu den neugestalteten Museumsräume und einige lustige Kostproben aus dem neuen Buch von Monsignore Karl Wohlgut, das im Februar erscheinen soll, schlossen die Versammlung.
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.