Interview mit dem neuen Grafenwöhrer Kontaktbereichsbeamten

Der neue Kontaktbereichsbeamte in Grafenwöhr Martin Behrendt fühlt sich an seinem neuen Einsatzort wohl. Bild: rgr
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Grafenwöhr
21.01.2016
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Von München über Amberg und Eschenbach nach Grafenwöhr: Martin Behrendt ist angekommen. Der neue Kontaktbereichsbeamte fühlt sich wohl in Grafenwöhr. Für den Sommer hat er einen besonderen Wunsch.

Seit November ist er der neue Kontaktbereichsbeamte (KOB) in Grafenwöhr und somit der Nachfolger von Dieter Placzek. "Er hat mich gut eingewiesen", sagt Behrendt über seinen Vorgänger. Als Grafenwöhrer sei Placzek gut verwoben, "er hat mich bei vielen Leuten vorgestellt". Und: "Er hat mir eine blitzsaubere Wache hinterlassen", lacht der "Neue". Und auch große Fußstapfen. "Aber die will ich gar nicht ausfüllen - jeder braucht seine eigenen."

An seiner neuen Dienststelle gefällt dem 45-Jährigen besonders die Nähe zum Bürger. "Ich bin viel zu Fuß unterwegs gewesen", erzählt er. Damit die Grafenwöhrer ihn sehen und auch ansprechen können. Und das kam auch gut an. Viele hätten ihn angesprochen und gesagt, dass es schön sei, einen Polizisten mal wieder ohne Auto im Ort zu sehen. "Das genieße ich am Job: Dass man wieder mehr Zeit für den Einzelnen hat."

Zeit und Nähe


"Vom Small-Talk bis zu verdächtigen Wahrnehmung" reichen da die Gespräche, die bei Behrendts Rundgängen durch Grafenwöhr zustande kommen. "Die Leute sollen mich ansprechen können", betont er. Zeit und Nähe für und zum Bürger sind dem 45-Jährigen wichtig. Schön sei es außerdem, wenn sich jemand für seine Hilfe bedankt. So vor kurzem geschehen: Der 76-Jährige, der Anfang Januar in Hütten in einen Brunnen gefallen war (wir berichteten), sei persönlich vorbeigekommen. "Dem Mann geht's Gott sei Dank wieder gut", zeigt sich der neue KOB beruhigt.

Der gebürtige Manteler war 13 Jahre lang in Eschenbach, davor sechs Jahre in Amberg, davor in München. "Ich hatte Glück", blickt er zurück. "Ich war nicht in der Mühle der Großstadt." Dennoch habe er "alles Gute und Schlechte schon mitgenommen".

Immer erreichbar


Die Sachbearbeitung sei ganz anders geregelt, weiß er. Während es in der Großstadt verschiedene Stellen gibt, die Verbrechen bearbeiten, liegt die auf dem Lande bei einer Dienststelle. Nach wie vor übernimmt er die Präventionsarbeit für die Polizeiinspektion Eschenbach, "dafür bin ich weiter Ansprechpartner".

"Ich versuche, immer da zu sein", sagt der Beamte, der mittlerweile in Weiherhammer lebt. Feste Zeiten sind auf jeden Fall dienstags von 10 bis 12, und donnerstags von 16 bis 18 Uhr. Ansonsten ist ein persönliches Gespräch auch auf Anfrage möglich. Sollte Behrendt einmal nicht in seinem Büro am Marktplatz sitzen, ist er über das Diensthandy zu erreichen. Die Nummer finden die Bürger im Schaukasten am Bürogebäude.

Privat mag der Weiherhammerer "alles, was zwei Räder hat": In seiner Freizeit fährt er gerne Mountainbike und Motorrad. "Ich habe auch bei meinem Chef schon angefragt, ob ich im Sommer mit dem Rad auf Streife gehen darf", verrät er und lacht. Und? "Er hat es erlaubt."
Ich habe auch bei meinem Chef schon angefragt, ob ich im Sommer mit dem Rad auf Streife gehen darf.Kontaktbereichsbeamter Martin Behrendt
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