Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier der BRK-Bereitschaft Grafenwöhr

Traditionell zur Jahresabschlussfeier gehören Ehrungen. Unter anderem wurden Wolfgang Meier, Andre Becker (Dritter und Vierter von links) sowie Marcus Barth (Dritter von rechts) für ihre Treue ausgezeichnet. Bilder: az (2)
Vermischtes
Grafenwöhr
15.12.2015
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Stetige Weiterbildung ist das A und O bei der Bereitschaft. Grundlehrgang Betreuungsdienst, Sanitätsgrundausbildung, Grundlehrgang Psychosoziale Notfallversorgung sind einige davon. Den Lehrgang mit 16 Unterrichtseinheiten in Weiden legten erfolgreich Jürgen Gebhardt, Patrick Hößl und Jonas Neubauer (Zweiter bis Vierter von links) ab. Bereitschaftsleiter Hermann Regler (links) und Kreisbereitschaftsleiterin Kathrin Regler gratulierten. Bild: az

Die BRK-Bereitschaft Grafenwöhr hat ein arbeitsreiches, gleichzeitig erfolgreiches Jahr hinter sich, verbunden mit etlichen Herausforderungen. Für Bürgermeister Edgar Knobloch steht fest: "Ihr seid die Helden dieser Stadt."

Einer großen Familie gleich saßen junge und reife Rotkreuzler bei der Jahresabschluss- und Weihnachtsfeier in der Stadthalle zur Rückschau zusammen. Seit nunmehr 20 Jahren gebe es hier die wichtige Einrichtung HvO - Helfer vor Ort, betonte Bereitschaftsleiter Hermann Regler. "HvO Grafenwöhr Stadt" und "HvO Grafenwöhr-Lager" sei 1995 einer der ersten Standorte bayernweit gewesen, bilanzierte er.

Fleißiger Raimund Bauer


Als eine enorme Herausforderung bezeichnete er einmal mehr das Deutsch-Amerikanische Volksfest. "Wir und unsere Ärzte hatten wieder alle Hände voll zu tun", dankte er den Medizinern Josef Lechner, Hannelore Lippiotta und Thomas Golchert aus Lauf. Insgesamt habe es 270 Versorgungen gegeben "vom Pflaster über Kreislauf bis zur Schlägerei mit fünf schwerverletzten Amerikanern". Ein herausragendes Ereignis sei der Baubeginn des langersehnten eigenen Rotkreuzhauses an der Ludwig-Schmidt-Straße unmittelbar neben der Feuerwehr gewesen. In einer Bilderschau hatte er Impressionen vom Spatenstich Anfang März bis zum aktuellen Stand dokumentiert. Regler dankte den Helfern aus den eigenen Reihen wie auch aus der Bürgerschaft für die wertvollen Unterstützungen sowie den Geldspendern. In diesem Zusammenhang rückte der Bereitschaftsleiter seinen eifrigsten Unterstützer am Bau, Raimund Bauer, in den Mittelpunkt. Von seinem Wohnort Weiden habe Bauer bisher nahezu 7000 Kilometer zur Baustelle zurückgelegt und dort über 2200 Stunden gearbeitet. "Raimund ist ein Glücksfall für uns, Hut ab", brachte Regler unter starkem Applaus seine Hochachtung auf den Punkt. Die Einweihung des Hauses prognostizierte er für Mitte 2016. Hermann Regler hoffte zuversichtlich, dass das neue Haus "die Rotkreuzfamilie noch mehr zusammenschweißen" würde.

Bürgerpreis für Regler


Unter den vielen Vereinen sei die BRK-Bereitschaft die wohl wichtigste Organisation, fand Bürgermeister Edgar Knobloch. Angesichts der zahlreich geleisteten Stunden im Dienst an der Gemeinschaft, Bevölkerung, Gesellschaft gipfelte er: "Ihr seid die Helden der Stadt." Unerhört viel Idealismus gehöre dazu, was HvO-Mann Jürgen Gebhardt im Ehrenamt leiste, bezog sich Knobloch auf den Artikel im NT zum Tag des Ehrenamtes.

An dieser Stelle gratulierte er auch Hermann Regler zum von der Sparkasse ausgelobten Bürgerpreis der Stadt. "Er ist hochverdient!" Das neue Rotkreuzhaus betreffend, versprach er die Kostenübernahme des Dachstuhles durch die Stadt. Zudem überreichte er einen Scheck zur "zweckfreien Verwendung".

Kreisbereitschaftsleiterin Kathrin Regler erinnerte auf Kreisebene an die diversen Aufgaben. Dabei schilderte sie das "Flüchtlingsproblem" mit bisher rund 3000 im Ehrenamt erbrachten Stunden. Die Herausforderungen umschrieb sie mit der Mut machenden Aussage von Albert Schweitzer: "Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinaus gibt, ist nicht verloren."

Sie zeichnete folgende treue Mitglieder: Für 50 Dienstjahre Johanna Band, für 20 Wolfgang Meier, für 10 Andre Becker, für 5 Marcus Barth und Christian Palecki. Als neue Mitglieder stellte sie Barbara und Christoph Tilgener sowie Lena Schreglmann vor. Hermann Regler freute sich, als neue Truppführer Jürgen Gebhardt, Patrick Hößl und Jonas Neubauer vorzustellen. Sie hatten in Weiden erfolgreich die Ausbildung abgelegt.

InfoBei in diesem Jahr insgesamt 684 verbuchten Einsätzen wären ehrenamtlich 7096 Stunden in der Stadt und 5092 Stunden im Lager erbracht worden. Im Rettungs- und Notarztfahrdienst wären 2473 Stunden zusammengekommen. "Insgesamt wurden 16 599 Stunden durch die Mitglieder der Bereitschaft geleistet." Darin inbegriffen erinnerte Regler an die breite Palette von Arbeitsabläufen wie Absicherungen, Veranstaltungen, Blutspendedienste, Erste-Hilfe-Kurse, Bereitschaftsabende, diverse Fortbildungsmaßnahmen. (az)
Was ein Mensch an Gutem in die Welt hinaus gibt, ist nicht verloren.Kathrin Regler zitiert Albert Schweitzer
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