Jahreshauptversammlung der Wanderfreunde Grafenwöhr
41 Jahre und kein bisschen müde

Diese Mitglieder wurden für langjährige Mitgliedschaft mit Urkunden geehrt. Einige waren entschuldigt. Martin Stopfer (rechts) nahm die Auszeichnung stellvertretend für seine erkrankte Frau Maria entgegen, die 35 Jahre dem Verein die Treue hält. Mit im Bild Vorsitzender Hans Schilling (links), neben ihm dritter Bürgermeister Udo Greim. Bild: az
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Grafenwöhr
04.05.2016
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Bei den Wanderfreunden läuft es rund. Gleichwohl sieht man finanziellen Hürden vor sich. "Wir müssen sparen", brachte es Kassenverwalter Charly Schultes bei der Jahreshauptversammlung im Sportpark auf den Punkt.

Von veränderten Situationen berichtete Vorsitzender Hans Schilling in seiner Rückschau. So würden sich zunehmend - auch in der näheren Umgebung - Vereine auflösen, was folglich weitere Anfahrten zu Volksmärschen mit sich bringt. Sein besonderer Gruß galt drittem Bürgermeister Udo Greim und langjährigen Mitgliedern, die an diesem Abend geehrt wurden.

Der Verein habe sich nur eine kurze Winterpause gegönnt, um dann verstärkt jede Woche bis zu viermal unterwegs zu sein. "Die große Anzahl der Wanderungen ergibt sich nur aus dem guten Besuch unseres Vereins bei den auswärtigen Vereinen." An dieser Stelle dankte Schilling insbesondere Alfons und Barbara Dobmann, Georg Rupprecht, Ernst Kirsch, Herbert Reifenberger und Günther Baumann, "welche unermüdlich und mit Begeisterung unsere Mitglieder zum Mitmachen animieren". Er dehnte seinen Dank an alle Aktiven aus, die sich in respektabler Anzahl an auswärtigen Volksmärschen beteiligen. Dabei sei im Gegenzug der Erfolg des eigenen Volkswandertages gesichert. 48 132 Kilometer hätten die Mitglieder dabei zurückgelegt.

Eingehend Revue passieren ließ der Vorsitzende das im Vorjahr begangene 40-jährige Vereinsjubiläum mit Ehrenabend, Ehrengästen und vielen Ehrungen. Er erinnerte auch an den Vereinsausflug an den Chiemsee und an das Jubiläum des Patenvereins Pressath.

Einzige Erfolgsgeschichte


Als eine einzige Erfolgsgeschichte wertete Schilling den permanenten Wanderweg (PWW). Seit seiner Einweihung 2010 seien ihn um die 2500 Wanderer gegangen. Von ganz Deutschland über Österreich bis Holland wären auf der reizvollen und gut markierten Route die Leute "on the road" gewesen. Nicht wenige würden sogar zu den verschiedenen Jahreszeiten kommen, um das jeweilige Ambiente zu genießen, meinte Schilling stolz. Im Vorjahr wäre das Angebot um eine familien- und seniorenfreundliche Fünf-Kilometer-Strecke erweitert worden. Bei der Stadt wie bei Förster Martin Gottsche bedankte sich Schilling für die Unterstützung. Er nannte es das Verdienst von Charly Schultes, Herbert Reifenberger und Gerhard Klarner, dass "der PWW stets in Schuss" sei.

In Erinnerung brachte Schilling auch den erfolgreichen 41. Wandertag im Oktober mit allem organisatorischen "Drum und Dran". In seinen Dank schloss er Stadt, das Rote Kreuz und die Polizei "für die Unterstützung über das Jahr hinweg" ein.

Präzise Zahlen lieferte Wanderwart Alfons Dobmann. Insgesamt seien 80 auswärtige Vereine mit 690 Teilnehmern in der Oberpfalz, Mittel- und Oberfranken, Ober- und Niederbayern, Baden-Württemberg und Österreich besucht worden. Dabei habe man sich für viele Pokale qualifiziert.

Kassenverwalter Charly Schultes bewertete den Wandertag mit 3272 Teilnehmern als Haupteinnahmeposten, wenngleich die (eingangs erwähnte) Gesamtlage nicht rosig sei. "Wir müssen sparen", bilanzierte er.

"Feste Größe"


Dritter Bürgermeister Greim übermittelte die Grüße der Stadt und zeigte Verständnis für die Situation. "Alles wird teurer, die Fahrten werden immer weiter und etliche Wandervereine geben auf." Er lobte vor allem zwei kluge, erfolgssichernde Strategien: Die stets rege Teilnahme an auswärtigen Wanderungen zur Ankurbelung von Gegenbesuchen und die Einbindung der Amerikaner von Anfang an. Greim gipfelte: "Die Wanderfreunde sind hier eine feste Größe, inzwischen 41 Jahre alt und kein bisschen müde. Die Unterstützung der Stadt wird garantiert."

EhrungenMit seinem Stellvertreter Gerhard Klarner übernahm Schilling Ehrungen. Urkunden gab es für: Karl Rauh (10 Jahre), Armin Brunner, Aldo Frusteri, Ingeburg Herzog, Ludwig Herzog, Helga Schönberger, Georg Specht, Pauline Specht (20), Andreas Pressler (25), Alfred Schwindl, Fritz Trummer, Gerhard Trummer (30), Wolfgang Hirn, Maria Stopfer (35), Klaus Brunner, Eduard Keck, Ursula Zwicker (40 Jahre). (az)
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