Klöppelausstellung im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr
Alte Spitze modern interpretiert

Interessiert und ganz genau betrachteten die Besucherinnen die ausgestellten Klöppelstücke. Bild: abu
Vermischtes
Grafenwöhr
27.11.2016
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Seit Sonntag ist im Kultur- und Militärmuseum Grafenwöhr eine neue Sonderausstellung zu sehen. Rund 20 Besucher kamen am Freitagabend zur Eröffnung der Klöppelausstellung "Drunter und Drüber". Vor allem Frauen, die selbst klöppeln, wollten sich den Abend nicht entgehen lassen.

Der Heimatverein, dem die Grafenwöhrer Klöppelgruppe angeschlossen ist, holte die Wanderausstellung eigens hierfür aus Brügge, Belgien ab. Neben der "alten Spitze" finden sich auch moderne Werke in der Ausstellung. Heimatvereinvorsitzender Willi Buchfelder begrüßte die Besucher und stimmte sie mit einer kurzen Zusammenfassung über die Entstehung der Klöppelkunst auf die Ausstellung ein. Bürgermeisterin Anita Stauber beglückwünschte in ihrem Grußwort die Klöppelgruppe und den Heimatverein zur Ausstellung. "Ich bewundere die Klöppelkunst, wenn ich sehe, welche filigranen Werke dadurch entstehen können", so Stauber. Umso erfreulicher sei es, dass die Klöpplerinnen es geschafft haben, die Wanderausstellung nach Grafenwöhr zu holen. Sie wünschte der Gruppe viele begeisterte Besucher für die Ausstellung.

Angelika Plankl von der Klöppelgruppe dankte dem Heimatverein und der Stadt Grafenwöhr für die gute Unterstützung. Sie bedauerte, dass Christine Wächter, die bei der Organisation geholfen hat, leider aus familiären Gründen nicht dabei sein konnte. Die Ausstellung mit dem Thema "Drunter und Drüber" entstand durch den internationalen Wettbewerb des Deutschen Klöppelverbandes, so Plankl. Die ausgestellten Werke unterstreichen die Kreativität der Künstlerinnen. "Das diesjährige Thema ist mitten aus dem Leben gegriffen, denn "Drunter und Drüber" kommt in sowohl im Leben, in der Natur, in Beziehungen und auch im Kleiderschrank vor," erklärte sie.

Besonders der erste Preis des Klöppelwettbewerbs begeisterte die Besucher und sie drängten sich vor den Klöppelarbeiten, um alles genau zu betrachten. "Hast du dir schon den ersten Preis angesehen? Abhängig von welcher Richtung man die Handarbeit betrachtet erscheint sie in einer anderen Farbschattierung", erklärte eine Besucherin die Besonderheit des Werkes einer anderen. Ausführlich diskutierten die Gäste, wie die verschiedenen Klöppelarbeiten gemacht wurden.

Die Ausstellung kann zu den normalen Museumsöffnungszeiten besucht werden. Zusätzlich gibt es bereits am nächsten Samstag während des Adventmarktes eine Gelegenheit, den Grafenwöhrer Klöpplerinnen im Museum bei ihrer Arbeit über die Schulter zu schauen. Außerdem bieten die Frauen kleine Handarbeiten, wie Weihnachtskarten und Sterne zum Kauf an. Auch an den Adventsonntagen führen die Klöpplerinnen zwischen 14 und 17 Uhr den Besuchern ihr Handwerk vor.
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