Kommunion in Grafenwöhr
Ton in Gottes Melodie

In einer wunderbar gestalteten Eucharistiefeier traten am Sonntag erstmals 35 Kinder an den Tisch des Herrn. Mit im Bild Stadtpfarrer Bernhard Müller (links), Kaplan Thomas Thiermann (rechts) und Gemeindereferentin Christine Gössl. Bild: az
Vermischtes
Grafenwöhr
10.05.2016
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Ein wunderschöner, sonniger Maitag war den 35 Erstkommunikanten, ihren Angehörigen wie der gesamten Festgemeinde am Sonntag geschenkt. Da hinein passte die beschwingte Losung, "Wir sind ein Ton in Gottes Melodie" besonders gut.

Unter den Klängen der Musikkapelle von Benno Englhart zogen die Kinder mit ihren Eltern vom Schulhof zur von Leonore Böhm geschmückten Friedenskirche. Stadtpfarrer Bernhard Müller und Kaplan Thomas Thiermann feierten Eucharistie, die liturgischen Elemente gestalteten die Kinder mit. Einfühlsame Lieder des Jugendchors Sin Falta mit Instrumentalisten, unter Leitung von Ute Groß, begeisterten. "Ja, wir glauben", antworteten die Kinder auf die Fragen des Kaplans bei der Erneuerung des Taufversprechens.

Das Wort "Kommunion" - Gemeinschaft halten mit Gott und untereinander - stellte Müller seiner Predigt voran. Wie Speichen und Nabe ein Rad zusammenhalten und jedes Teil wichtig ist, so geschehe es in intakter Gemeinschaft. Ein Lied bestehe ebenfalls aus verschiedenen Tönen. Nur wenn die einzelne Note zur richtigen Zeit den richtigen Ton ergebe, entstünde ein gelungenes Gesamtwerk, leitete der Prediger auf das Tagesmotto über. Jeder sei für den harmonischen Zusammenklang und damit für die Gemeinschaft wichtig.

"Jesus braucht dich und mich." Er zwinge uns nicht, vielmehr warte er darauf, "dass wir seine Freundschaft annehmen und pflegen", unterstrich er. Ein ganz besonderes Zeichen der Verbundenheit stelle die Erstkommunion dar. Das kleine Stückchen Brot sei unendlich wertvoll, denn damit will Jesus sagen: "Ich schenke mich dir, weil du für mich einzigartig bist." Für dieses kostbare Geschenk dürfe man dankbar sein. Eltern und Angehörige ermunterte der Priester zudem, ihre Kinder zu Gottesdienst und Eucharistie hinzuführen und damit diese innige Verbindung zu Gott aufrecht zu erhalten. In der Erstkommunion beginne "die wunderbare und enge Freundschaft mit Jesus", erklärte der Geistliche.

Bei den Fürbitten formulierten Kinder ihre Anliegen, indem sie sich sozusagen an die Töne von Flöte, Trommel, Triangel, Gitarre lehnten. Die Saiten der Gitarre, so eine Stimme, ergeben zusammen einen schönen Klang. "Gott, miteinander können wir Freundschaft und Freude erleben. Miteinander fällt es auch leichter, Schwierigkeiten zu überwinden. Hilf uns, dass wir zusammenhalten und gut aufeinander schauen."

"Da berühren sich Himmel und Erde", mit diesem Lied zum Friedensgruß stimmte Sin Falta gefühlvoll auf den Höhepunkt, der Begegnung mit Jesus im heiligen Mahl, ein. Zum Abschluss traten die Erstkommunikanten mit den Tischmüttern nochmals vor den Altar und sangen gemeinsam das Mottolied "Du bist ein Ton in Gottes Melodie". Da brandete Applaus auf. Zuvor hatte Pfarrer Müller allen Beteiligten bei Vorbereitung und Gestaltung der Feier namentlich gedankt.

Das letzte Wort hatte Pfarrgemeinderatssprecher Stephan Wolf, der namens der Pfarrei die Kinder "in der Eucharistiegemeinschaft" begrüßte. Wolf gab sich überzeugt: "Jesus lässt euch nicht allein, egal, ob ihr mit lauter Stimme fröhliche Lieder singt oder ganz kleine Töne hervorbringt. Ich wünsche euch, dass euer Leben zum Schwingen kommt."
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