Konfirmation in der Friedenskirche
Der Weg zur Millionenfrage

28 Jugendliche feierten am Sonntag in der Friedenskirche mit Pfarrer André Fischer (links) Konfirmation. Bild: rgr
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Grafenwöhr
13.04.2016
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Pfarrer Dr. André Fischer feierte in der Friedenskirche mit 28 Jugendlichen Konfirmation. Mit einer Quizshow fordert er die jungen Erwachsenen auf, sich stets an ihren Festtag zu erinnern.

/Pressath. Für 28 Jugendliche aus Grafenwöhr und Pressath war der Gottesdienst am Sonntag etwas ganz Besonderes: Sie feierten Konfirmation. Wegen der großen Anzahl zelebrierte Pfarrer Dr. André Fischer den Gottesdienst dieses Mal in der katholischen Friedenskirche - für ihn ein schönes Zeichen der Ökumene.

Vor 25 Jahren wurde Pfarrer Fischer konfirmiert und er gestand den Jugendlichen, dass er sich an die Predigt von damals nicht mehr erinnern könne. Sein Konfirmationsbekenntnis aber habe er sehr ernstgenommen. "Ich wollte meinen Lebensweg mit Gott gehen", sagte er. In der aktuellen Predigt hoffte der Pfarrer auf ein besseres Gedächtnis der Konfirmanden und ging auf die Quizshow "Wer wird Millionär" ein. Er fragte: "Heißt es: Liebe deinen Nächsten ... a) wie Gott dich liebt, b) wie du Gott liebst, c) wie deine Familie und Freunde, d) wie dich selbst?" Irgendwie würden sich alle Antworten richtig anhören. In unterschiedlichen Abschnitten unseres Lebens seien unterschiedliche Menschen wichtig. "Ihr seid auf dem richtigen Weg, wenn ihr nicht vergesst, dass jeder andere Mensch auch ein Nächster ist und Respekt verdient", sagte Fischer.

"Was ist die Konfirmation?", lautete eine andere Frage. "Die Bestätigung der Taufe ist hier natürlich richtig, denn ihr sagt im Nachhinein 'Ja' zur Entscheidung eurer Eltern und Paten. Aber es hat auch etwas mit dem Erwachsenwerden zu tun, denn ihr könnt nun auch selbst ein Patenamt übernehmen oder dürft bei der nächsten Kirchenvorstandswahl mitwählen", erklärte der Prediger. Die Frage nach der berühmtesten Rede Jesu sei einfach. Um die "Seligpreisungen" der "Bergpredigt" ging es beim Konfi-Unterricht. Aber die Millionenfrage hatte es in sich: "Welches der zehn Gebote ist das wichtigste?" Die Tendenz gehe zu "Du sollst nicht töten". Dies sei doch angesichts der vielen Kriege und Gewalttaten in der Welt das Wichtigste. Das meinte auch der Publikumsjoker. Die richtige Antwort "Du sollst keine anderen Götter haben neben mir haben" sei richtig, weil es alle anderen einschließt.

"Bei Günter Jauch wärt ihr jetzt raus, aber in eurem Lebensspiel nicht. Bei Gott schafft jeder, der das will, den Weg zur Millionenfrage: Wie kann mein Leben gelingen? Und er hilft euch dabei", war sich Pfarrer Fische sicher. Nachdem er die Jugendlichen konfirmiert hatte, gratulierte ihnen der Vertrauensmann des Kirchenvorstandes Udo Greim. "Gott ist ein besonderer Freund, den ihr nie verlieren werdet." Auch Judith Rau schloss sich den Glückwünschen an.

Die Paten erhielten zum Dank von ihren Patenkindern eine Rose. Den Festgottesdienst gestalteten der kleine Bezirksposaunenchor mit Karl Bäumler an der Spitze, Organist Walter Thurn sowie der katholische Jugendchor Sin falta unter Leitung von Ute Groß. Pfarrer Fischer dankte ihnen und besonders Pfarrer Bernhard Müller, der die Kirche zur Verfügung gestellt hatte, sowie Pfarrgemeinderatssprecher Stephan Wolf.
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