Ludwig Grimm beendet seine Arbeit als Organist
Pfarrer zieht Hut vor Leistung

Stadtpfarrer Bernhard Müller (von links) bedankte sich am Sonntag am Ende des Gottesdienstes bei Ludwig Grimm für seine treuen Dienste und überreichte ihm eine Urkunde. Mit auf dem Bild ist auch Mesner Andre Wächter. Bilder: rgr (2)
Vermischtes
Grafenwöhr
06.09.2016
74
0

Ludwig Grimm prägte viele Jahrzehnte die Kirchenmusik in der Region. Nun zieht er sich zurück. Mit dem Namen Ludwig geht es an der Orgel in der Stadtkirche Grafenwöhr weiter.

Luhe/Grafenwöhr. (rgr) Sein ganzes Leben hat er der Musik gewidmet. Im vorigen Jahr wurde er für seine 60-jährige Arbeit als Organist vom Bischof ausgezeichnet. Über 50 Jahre hat Ludwig Grimm in Grafenwöhr die Orgel bei den Gottesdiensten gespielt. Jetzt nach eigenem Wunsch zum vorläufig letzten Mal.

Operationen und Krankheit


Am Ende des Gottesdienstes bat Stadtpfarrer Bernhard Müller den Organisten Ludwig Grimm nach vorne. Der Pfarrer blickte zurück auf dessen 80. Geburtstag, den Grimm im März gefeiert hatte. Damals sagte er zu ihm: "Machen Sie so lange weiter, wie Sie sich wohlfühlen." Aber durch Krankheiten und Operationen in letzter Zeit sei Grimm zu dem Entschluss gekommen, den Organistendienst zu beenden. "Wenn ich einen Hut aufhätte, würde ich ihn wegen Ihrer großartigen Leistung vor Ihnen ziehen. Vergelt's Gott für Ihre treuen Dienste", sagte Pfarrer Müller und überreichte Grimm eine von ihm selbst gebastelte Urkunde sowie einen Geschenkkorb.

Weiterhin ein "Ludwig"


Der Pfarrer verriet den Gläubigen auch, wie es nun mit der Orgelmusik in der Kirche weitergeht: Neben Bernhard Greiner und Christian Baumann wird Ludwig Reichl aus Kaltenbrunn als Organist tätig sein. Es geht also weiter mit dem Namen "Ludwig". Ludwig Grimms Lieblingskomponist ist Ludwig van Beethoven.

Grimm selbst hat 50 Jahre in Grafenwöhr, 10 Jahre in Erbendorf und ein Jahr in Luhe als Organist gearbeitet. "Früher hieß es, dass die alte Kirche in Grafenwöhr (Mariä-Himmelfahrtskirche) zu klein ist."

Mit Blick nach unten meinte Grimm vor dem Gottesdienst am Sonntag: "Heute wäre wahrscheinlich die alte Kirche zu groß für die Gottesdienstbesucher." Nach dem Pfarrer Müller den ausscheidenden Organisten von Herzen gedankt hatte, sagte er ihm zu: "Sie dürfen weiter gerne in der Kirche Orgel spielen."
Schon dabei? Hier anmelden!
Schreiben Sie einen Kommentar zum Beitrag:
Spam und Eigenwerbung sind nicht gestattet.
Mehr dazu in unserem Verhaltenskodex.