Nach dem Fest
Extreme Lightning

Auch nach Weihnachten Anziehungspunkt für viele Familien - das beleuchtete Haus in Hütten. Die Faszination der 70 000 Lämpchen verfehlt ihre Wirkung nicht.
Vermischtes
Grafenwöhr
31.12.2015
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Der achtjährige Nico und sein Opa fanden die Beleuchtung "cool".

"So etwas haben wir in Holland nicht." Eine junge Familie reist 700 Kilometer in die Oberpfalz um "extreme lighting" zu sehen. Was für die Besucher so mühelos aufgebaut aussieht, bedeutet jedoch viel Arbeit und Organisation. Halten sich Ansturm und Aufwand die Waage?

Hütten. Die blaue Beleuchtung verfehlt ihre Wirkung nicht, obwohl die Stimmung eher etwas von Halloween hat. Düster legt sich der Nebel über die Spinnen und Rentiere im Garten der Familie Eismann. "Es fehlt halt der Schnee", meint Silvia Eismann. Nur wenige Besucher wandern entlang des Gartenzauns - alles ein bisschen trostlos.

In dem großen, beheizten Zelt vor der Garage sitzt Familie Neuner/Merkl aus Kemnath und genießt Glühwein und Bratwurstsemmeln. "Ich find's cool", strahlt Nico (8), "einwandfrei", stimmt Opa Johann Merkl zu, während er die Bratwurstsemmeln bezahlt. " Ich kenne Hütten von früher, ich war hier immer zum Kickern." "Wir sind das erste Mal hier", pflichtet seine Frau ihm bei, "Das macht schon viel Arbeit, aber das Rahmenprogramm ist auch wichtig, nur wegen der Lichter hierher zu fahren lohnt sich nicht." Stolz hält der Papa die kleine Nele (10 Monate) auf dem Arm und versichert, dass sie es absolut toll fände.

Tipp von Freunden


"Amazing, really - wirklich faszinierend", sagt eine junge Frau und zeigt ihrem kleinen Sohn die Spinnen. Die sechsköpfige Familie Fogleman kommt aus Holland. Sie sind über Weihnachten bei Freunden in der Oberpfalz und extra nach Hütten gefahren um sich dieses "extreme-lighting-house" anzuschauen, Von ihren Bekannten bekamen sie auch den Tipp, das außergewöhnliche Haus zu besichtigen. Die beiden älteren Brüder rennen aufgeregt von einem beleuchteten Tier zum nächsten und entdecken immer neue Sensationen. Vor allem die Spinnen haben es ihnen angetan. "So etwas haben wir in Holland nicht", stellt Papa Fogleman in gebrochenem Deutsch fest und streicht seinen Söhnen übers Haar. Auch er ist begeistert von der ungewöhnlichen Präsentation. Sicher berichten sie zu Hause in den Niederlanden ihren Familien und Freunden.

Lichter und Logistik


"Es ist klar,dass an den Wochentagen nach dem Weihnachtsfest nur wenige Besucher da sind, doch wir haben insgesamt annähernd so viele Besucher wie letztes Jahr. Am 20. Dezember war hier die Hölle los, da hatten wir einen Karaoke-Abend mit 1800 Besuchern," resümiert Silvia Eismann. "Der Erlös aus der Aktion soll auch in diesem Jahr an das Tierheim in Tirschenreuth gehen." "Acht Hundezwinger haben wir bereits finanziert", bilanziert Karl-Heinz Eismann. "Etwa 12 000 Besucher werden es in diesem Jahr sein. Aber glauben Sie nicht, dass das alles so einfach ist. Die Logistik und die Organisation der Auftritte verlangt eine gehörige Planung." Auch ein Nachbar, der den Rechtsschutz laut Eismann voll ausnutze, beschäftige ihn immer wieder. "Mittlerweile sind wir auf Herz und Nieren geprüft, vom vorschriftsmäßigen Feuerlöscher über die Dezibelmessung bis zum Gesundheitsamt." "Ein Wegweiser oder eine Wegbeschreibung wäre nicht schlecht", so die Meinung von Johann Merkl. Normalerweise muss man nur dem abstrahlenden Licht am Nachthimmel folgen, das weit über Hütten hinaus leuchtet.
Etwa 12 000 Besucher werden es in diesem Jahr sein. Aber glauben Sie nicht, dass das alles so einfach ist. Die Logistik und die Organisation der Auftritte verlangt eine gehörige Planung.Karl-Heinz Eismann


InfoAm 31. Dezember dürfte keiner den Weg verfehlen, denn da findet das letzte Highlight im Eismann'schen Garten statt. Es spielt "Sunny Sound"von 19 bis 23 Uhr. Man muss nur der Musik folgen.
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