Nachfahren von Michael Kugler informieren sich
Ahnenforschung vor Ort

Willi Keck (rechts) erläuterte im Militär- und Kulturmuseum die Geschichte des Kanoniers Michael Kugler (Fotosilhouette). Dessen Nachfahren lauschten begeistert Kecks Ausführungen. Bild: mor
Vermischtes
Grafenwöhr
14.07.2016
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Grafenwöhr/Nitzlbuch. Der Kanonier Michael Kugler aus Nitzlbuch gab am 30. Juni 1910 den ersten offiziellen Artillerieschuss auf dem Truppenübungsplatz ab. Seine Nachkommen und Verwandten aus Oberbayern und der Oberpfalz informierten sich im Kultur- und Militärmuseum über die Geschichte des Areals und suchten im Übungsplatz nach den Spuren ihres Vorfahren.

Der mittlerweile verstorbene Sohn des Kanoniers, Herbert Kugler, berichtete 2009 Heimatvereinsmitarbeiter Willi Keck von den Erzählungen seines Vaters. So kam ans Licht, wer den ersten Schuss abgegeben hatte. Doch der ging gehörig daneben: Ein Marterl im Zielgebiet berichtet heute noch, dass die Granate 800 Meter vor dem Ziel ihren Geist aufgegeben hatte.

Nach dem Ersten Weltkrieg heiratete Kugler die Witwe Katharina Stauber aus Sommerhau, die ihre Tochter Barbara mit in die Ehe brachte. Sommerhau musste bei der Erweiterung des Übungsplatzes durch die Wehrmacht 1938 geräumt werden, die Kuglers verschlug es nach Kehrham in Oberbayern. Stieftochter Barbara führte ihre Heirat mit Johann Eisend 1952 zurück nach Nitzlbuch.

Johanna Speckner-Eisend aus Kirchenthumbach, Enkeltochter von Barbara Eisend, organisierte das Treffen und die Fahrt durch den Übungsplatz. Mit Gerald Morgenstern brach die 50-köpfige Kugler-Eisend-Verwandtschaft in den Truppenübungsplatz auf. Die Neubauten im Hauptlager, der Netzaberg, Feldlager und eine Schießbahn waren erste Stationen. Der schießfreie Betrieb ermöglichte auch einen Halt am Marterl. Vorbei am Meilenstein endete die Fahrt am Westrand des Übungsplatzes in Nitzlbuch, wo die Gruppe zum Verwandtschaftstreffen bei Familie Eisend einkehrte.
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